von Christiane / Thema: Erlebnis, Industriekultur, Kultur / am 27. Juli 2017um9:30

Das Ruhrgebiet mal anders – Auf Extratour mit der RuhrTour

Wenn ihr das Ruhrgebiet mal anders erleben wollt, geht mit uns auf Extratour. Dass wir wandern, habe ich schon erzählt. Wir sind aber auch mit dem Bus in der gesamten Region unterwegs, um unseren Gästen ganz Neues oder neues Altes zu zeigen. Das Besondere ist dabei, dass die Extratouren nicht von Gruppen, sondern von Einzelgästen gebucht werden können. So lernt man auch als Einzelner oder Paar viele Standorte kennen. Die Themenpalette der Extratour ist breit gefächert: eine Werksbesichtigung bei dem weltgrößten Kupferrecycler in Lünen steht genauso auf dem Programm wie die Reformation, eine Fahrt auf den Kanälen genauso wie die Besichtigung einer Wacholderbrennerei.

Das Foto zeigt die Evangelische Pfarrkirche in Hamm-Uentrop.

Architektonisches Highlight: Die Evangelische Pfarrkirche in Hamm-Uentrop

Die Extratour zum Thema „Kultur“

Ich möchte euch von zwei Extratouren erzählen. Die erste führte zur Evangelischen Pfarrkirche in Hamm-Uentrop und zum Haus Opherdicke in Holzwickede. Die kleine Kirche in Hamm ist eine Überraschung. Ihr Alter erkennt man an dem romanischen Turm und innen überrascht sie durch Wandmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Unser Kirchenführer hat uns sogar im Turm bis zu den Glocken hochsteigen lassen. Aber rechtzeitig vor dem Geläut zur vollen Stunde waren wir wieder unten. Das wäre nichts für die Ohren gewesen.

Das Foto zeigt den Kirchturm der Evangelischen Pfarrkirche in Hamm-Uentrop mit Glocke von innen.

Hoch hinaus, bis in den Kirchenturm zur Glocke der Evangelischen Pfarrkirche

Die zweite Station unserer Extratour war Haus Opherdicke, ein ungewöhnliches Herrenhaus mit einem Namen, den viele falsch aussprechen. Vorne ist es ein Wasserschloss, aber auf der Rückseite seht ihr die Hanglage und habt einen herrlichen Blick über das Ruhrtal hinweg bis zum Ardeygebirge. Gesprochen wird es: Op-herdicke! Das heutige Haus stammt aus dem 17. Jahrhundert und seitdem niemand mehr dort wohnt, wird es für Kunstausstellungen, Veranstaltungen und Konzerte genutzt. Nach der Besichtigung könnt ihr auf der Terrasse beim Kaffeetrinken den Blick ins Tal genießen.

Das Foto zeigt den Guide der Extratour, wie er die Architektur der Evangelischen Pfarrkirche in Hamm-Uentrop veranschaulicht.

Der Guide erläutert die Architektur der Kirche

Unser Guide ist sogar auf die Mauer geklettert, um die Baugeschichte anschaulich zu machen. In die Ausstellungen könnt ihr auch ohne Führung. Wir fahren diese Extratour noch einmal am 12.10.17.  Es geht los ab Essen und es sind noch wenige Plätze frei.

Die Extratour zu „Musik und Baukunst“

Für die zweite Tour sind wir nicht mehr so weit unterwegs gewesen: streckenmäßig, als auch historisch. Zunächst waren wir in der jüngsten Gegenwart und haben das erst im letzten Jahr eröffnete Anneliese-Brost-Musikforum in Bochum angeguckt. Ich habe mich immer gefragt, warum Bochum auch noch einen Konzertsaal braucht, weil es doch in Essen und Dortmund so etwas gibt. Aber ich bin total begeistert und die Bo(chumer)Sy(mphoniker) auch, weil sie endlich ein eigenes Haus haben und das hauptsächlich für sich. Und was für eines! Die alte Marienkirche ist nun das schnee-weiße Foyer und eine der alten Kirchenglocken (natürlich Bochumer Gussstahl) ist der Pausengong. Die Akustik des Konzertsaals soll super sein, aber das müsst ihr selber bei einem Konzert ausprobieren.

Das Foto zeigt das Anneliese-Brost-Musikforum in Bochum.

Das neue Anneliese-Brost-Musikforum in Bochum

Glücklicher Zufall auf der Extratour: Gourmet-Dortmund!

Die Mittagspause haben wir in der Dortmunder Innenstadt gemacht. Eine glückliche Fügung wollte es, dass auf dem Hansaplatz gerade „Dortmund à la carte“ stattfand. Gehobene Küche zum Probieren! Solche Gourmetmeilen gibt es ja mittlerweile in vielen Städten. Die Dortmunder hat mir besonders gut gefallen, weil man dort sehr schön sitzen konnte. Und lecker war es auch! Im Ruhrgebiet finden über das Jahr verteilt noch viele weitere Gourmetfestivals statt.

Das Foto zeigt das Gourmet-Festival "Dortmund à la Carte".

Zu Gast bei „Dortmund à la Carte“

Fast am Ende der Extratour: so was wie Zollverein, aber älter.

Die letzte Station der Extratour war die Zeche Zollern II/IV in Dortmund-Bövinghausen; auch eine Musterzeche – wie Zollverein, aber schon 30 Jahre älter. Die Maschinenhalle vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist nach langer Restaurierungszeit wieder zugänglich: eine Industriearchitektur mit vielen Jugendstil-Details. Wo habt ihr so was schon! Das gesamte Areal kann man auch allein erkunden oder dort eine Führung buchen. Ob mit oder ohne Extratour: ein Besuch lohnt sich unbedingt, weil ihr nicht nur tolle Architektur sehen, sondern in der Ausstellung eine Menge über den Bergbau erfahren könnt.

Das Foto zeigt die Innenarchitektur der Zeche Zollern II / IV in Dortmund-Bövinghausen.

Industriearchitektur in der Zeche Zollern II / IV in Dortmund-Bövinghausen

Ein großes Extratour-Angebot

Diese Extratour war schon zweimal und findet nicht mehr statt in 2017. Aber für einige andere Touren sind noch Plätze frei. Vielleicht sehen wir uns ja mal!

Das Extratour-Sommer-Special!

Am 25. August geht die RuhrTour aufs Wasser: am letzten Ferientag machen wir eine kombinierte Schiff-Bus-Sonderfahrt und sind auf dem Dortmund-Ems- und Datteln-Hamm-Kanal unterwegs. Mein Kollege Rainhard kommentiert, was man vom Schiff aus alles sieht. Nach dem Mittagessen gehen wir an Land und fahren mit dem Bus zum Maximilianpark in Hamm. Wer noch nie im größten Schmetterlingshaus Nordrhein-Westfalens war, hat wirklich was verpasst: Die exotischen Falter sind nicht nur herrlich anzusehen, sondern verbreiten auch eine sehr luftig-leichte Stimmung. Nach Kaffee und Kuchen fahren wir mit dem Bus zurück zum Startpunkt der Reise, dem Herner Bahnhof, besuchen aber unterwegs noch die Stiftskirche Cappenberg, um auch die Kunst an diesem Tag nicht zu kurz kommen zu lassen. Wenn ihr mit möchtet, freue ich mich über Eure Anmeldung. Schiff ahoi!

Allgemeine Informationen

RuhrTour

Spannende Touren durch das Ruhrgebiet!
Email: info@ruhr-tourismus.de
Hotline: +49 1806 18 16 20
Website: www.ruhr-tourismus.de/ruhrtour



Christiane Ein Artikel von

Hallo, ich bin Christiane, 52 Jahre alt und arbeite bei Ruhr Tourismus im Bereich der Planung von Tagestouren, die meist mit dem Bus, aber auch zu Fuß gemacht werden. Ich komme also dienstlich viel durch die Region, die einfach so spannend ist, weil sich ständig irgendwo was ändert. Die große Vielfalt an Kultur (Museen, Theater, alten Kirchen) und (etwas) sportliche Outdoor-Betätigung beschäftigen mich in meiner Freizeit.

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