von Jochen / Thema: Genuss, Rad / am 26. Oktober 2017um9:00

Meine 5 Lieblings-Radlerstops im radrevier.ruhr

Radeln macht Spaß… und hungrig! Die Belohnung nach einer langen Radtour im Ruhrgebiet ist mit das Wichtigste und sollte bei der Tourenplanung direkt mit eingeplant werden, auch wenn manchmal sogar die ungeplanten und unerwarteten Radlerpausen die schönsten werden. Ich gebe zu, ich gehöre wohl zu den Leuten, die bei Radtouren mehr Kalorien zu sich nehmen als verbrennen. Daher möchte ich Euch kurz meine fünf Lieblings-Radlerstops im radrevier.ruhr vorstellen.

Platz 1: Mehr Radkult geht nicht – die Erzbahnbude

Schon der Standort könnte kaum besser sein: direkt an der Schnittstelle der Erzbahntrasse mit der Kray-Wanner-Bahn steht Holgers Erzbahnbude. Für Einheimische ist dieser Treffpunkt schon seit Jahren bestens bekannt. Für Radurlauber sollte die Erzbahnbude aber ein wichtiger Tipp sein. Sie liegt direkt am Wegesrand, bietet Sitzgelegenheiten und neben den üblichen Getränken auch kleine Snacks. Im Sommer wird auch mal der Grill angeschmissen und hin und wieder steht der Eismann mit leckerem, veganen (!) Eis am Rastplatz.

Das Foto zeigt Holgers Erzbahnbude auf der Erzbahntrasse im radrevier.ruhr

Kult unter Radlern… Holgers Erzbahnbude

Bei schönem Wetter wird’s hier richtig voll. Dann wird gefachsimpelt über die neueste Technik am Rad und es werden Tourentipps ausgetauscht, was man unbedingt geradelt sein muss. Wer eine Panne hat, wird hier bestens mit allem versorgt, was das Rad benötigen könnte. An Wochenenden im Sommer kommen sogar Techniker vom ortsansässigen Zweiradgeschäft Meinhövel zur Erzbahnbude und bieten einen kostenlosen Fahrradcheck an.

Das Foto zeigt eine Gruppe von Radlern in Liegestühlen vor Holgers Erzbahnbude

Entspannte Atmosphäre an der Erzbahnbude, © radrevier.ruhr / Jochen Tack

Am besten lässt sich die Erzbahnbude auf unserer Toptour Rund um Gelsenkirchen erreichen.

Platz 2: Für Radler, die Atmosphäre suchen – die Radmosphäre

Wer so radbegeistert ist, wie Holger von der Erzbahnbude, der hat einen genauen Blick auf die Radler-Hotspots der Region. Der zukünftige RS1 wird so ein Hotspot werden. Daher hat sich Holger seinen Traum erfüllt und am Niederfeldsee in Essen die Radmosphäre aufgebaut – ein Café speziell für Radler (aber natürlich auch für alle anderen).

Das Foto zeigt die Radmosphäre am Niedersfeldsee in Essen

Entspannte Atmosphäre in der Radmosphäre in Essen

Die Speisekarte ist überschaubar, aber das, was es gibt, ist richtig lecker. Ich liebe den Flammkuchen, den es in unterschiedlichen Varianten gibt. Aber auch die Ofenkartoffel ist richtig gut. Auch hier lässt sich ein leckeres Eis an heißen Sommertagen genießen. Und der Blick auf den neugestalteten See lässt mich nach einer langen Radtour wunderbar entspannen.

Das Foto zeigt Radfahrer in der Radmosphäre in Essen

Radlertreff in der Radmosphäre

Die Radmosphäre ist gleich bei mehreren Toptouren gut erreichbar, zum Beispiel bei dieser Runde zwischen Oberhausen und Essen.

Platz 3: GROßartiger Kuchengenuss – das Ewald Café

Das Gelände der Zeche Ewald und die nahgelegenen Mountainbike-Trails auf den Halden Hoheward und Hoppenbruch gehören zu meinen Lieblingsstandorten im radrevier.ruhr. Und es ist klasse, dass man hier eine der besten Kuchenpausen einlegen kann, die das Ruhrgebiet zu bieten hat. Die Stücke sind groß, richtig groß. Die muss man sich schon verdient haben und es ist sicherlich nicht die beste Idee, vor einer Runde auf der Cross-Country-Strecke so eine Kalorienbombe wegzudrücken! Nach dem Sport schmeckt so ein Stück Blaubeertorte aber umso besser!

Das Foto zeigt Radfahrer vorm Café Ewald auf dem Geländer der Halde Hoheward in Herten

GROßartiger Kuchengenuss im Ewald Café, © radrevier.ruhr / Jochen Tack

Wer lieber Herzhaftes sucht, findet auch einfache warme Gerichte. Im Sommer sitzt man schön in der Sonne an Biertischgarnituren, in der kalten Jahreszeit kann man sich im Café wunderbar aufwärmen. Und nicht selten stehen vor der Tür des Ewald Cafés einfache Cityräder, Tourenräder mit Packtaschen und teure E-Bikes neben Hardcore-Downhillfullys – eine bunte Mischung Radbegeisterung eben.

Das Ewald Café lässt sich neben der bekannten MTB-Runde auch auf unserer großen Highlightrunde gut einbauen.

Platz 4: Ein Radler im Brauhaus – Das Urfels

Dass Radler und Brauhaus irgendwie zusammengehören, liegt ja auf der Hand. In Duisburg liegt das Brauhaus Urfels schön gelegen nahe der HOAG-Trasse und der Fähre Orsoy. Der Biergarten ist schön gestaltet, aber auch im Innenbereich kommt typische Brauhausatmosphäre auf. Neben dem schmackhaften Biersorten lassen sich hier die Kraftreserven wunderbar mit deftigen Gerichten wie Walsumer Dunkelbiergulasch, einer „Schippe Dreck“ (Schweinemedaillons in der Schippe serviert) oder einer klassischen Haxe auffüllen.

Das Foto zeigt Speisen und Getränke im Brauhaus Urfels in Duisburg

Deftige Radlerpause im Brauhaus Urfels in Duisburg

Ein großer Fahrradparkplatz zeigt sofort, dass Radler hier herzlich willkommen sind. Ich habe hier auch schon einen Reserveschlauch bekommen, als es mal ein Rad in meiner Gruppe erwischt hatte. In geselliger Runde darf man hier nur nicht die Zeit vergessen… oder man bindet das Brauhaus von vornherein ganz am Ende der Tour ein.

Das Brauhaus Urfels ist ein schöner Pausenort für eine Tour durch den Duisburger Nordern.

Eiskalter Genuss am Phoenix-See – die Eis factory

Eis geht immer! Und ganz bestimmt bei einer Radtour. Ja, ich liebe Eispausen bei meinen Radtouren und ich könnte hier unzählige Eisdielen aufzählen – und erinnere auch kurz an den Eisdielen-Check von Laura. Da bei ihren Tipps der Osten bisher nicht vorkam, picke ich mir die Eis factory am Phoenix-See in Dortmund heraus. Ob dicker Eisbecher im Café oder schnell auf die Hand (was ich persönlich meistens bevorzuge) kann jeder für sich entscheiden. Die Auswahl ist groß genug und lecker in jedem Fall. Und der Blick auf den Phoenix-See entschädigt ohnehin für die Strapazen der Radtour.

Das Foto zeigt Radfahrer mit Eis am Phoenix See in Dortmund

Eiskalte Radlerpause am Phoenix-See in Dortmund, © radrevier.ruhr / Jochen Tack

Die Eisdiele bietet sich als Zwischenstop auf dem Emscher Weg an, der am Phoenix-See in Dortmund verläuft.

Sondertipp: Schön muss nicht teuer sein – die Halden im Ruhrgebiet

Bei einer selbstgeschmierten Stulle auf einem Stein auf einem der Haldenplateaus habe ich sicherlich die schönsten Pausen erlebt. Wenn der Blick in die Ferne schweifen kann und einem das Ruhrpott-Panorama jedes Mal aufs Neue begeistert, dann spürt man, dass der richtige Ort für ein Päusken gefunden wurde (Ihre braucht Tipps? Katalina hat Euch ihre 3 Lieblingshalden im Ruhrgebiet verraten).

Das Foto zeihgt Fahrräder auf der Schurenbachhalde in Essen

Immer wieder top… eine Radlerpause auf der Halde

Eure Tipps sind gefragt!

Eure Lieblingsrastmöglichkeit für Radler im Ruhrgebiet war nicht mit dabei? Logisch, dafür gibt es viel zu viele tolle Pausenmöglichkeiten. Schreibt mir doch einfach Eure besten Rastmöglichkeiten in die Kommentare und verratet mir, wo Ihr während und nach Euren Touren einkehrt! Gute Empfehlungen werden wir bei zukünftigen Tourenvorschlägen gerne mit einbinden.

Allgemeine Informationen

radrevier.ruhr

Website: www.radrevier.ruhr
Facebook: www.facebook.com/radrevier.ruhr
Komoot: www.komoot.de/user/364933523302

Holgers Erzbahnbude
Adresse: Erzbahntrasse, 45886 Gelsenkirchen
Telefon: +49 177 8997444
Koordinaten: 51.510715, 7.139000
Facebook: www.facebook.com/Erzbahn-Bude

Radmosphäre
Adresse: Uferpromenade 1, 45143 Essen
Telefon: +49 201 75983453
Koordinaten: 51.465782, 6.976536
Facebook: www.facebook.com/Radmosphäre

Ewald Café
Adresse: Doncaster Pl. 2, 45699 Herten
Telefon: +49 2366 502844
Koordinaten: 51.571310, 7.145321
Website: www.ewald-cafe.de

Brauhaus Urfels
Adresse: Römerstraße 109, 47179 Duisburg-Walsum
Telefon: +49 203 99 190
Koordinaten: 51.523145, 6.725899
Website: www.brauhaus-urfels.de

Eis factory
Adresse: Hafenpromenade 1, 44263 Dortmund
Telefon: +49 231 94613941
Koordinaten: 51.491770, 7.505091
Website: www.eisfactory.com


Rad Revier Ruhr Logo EFRE logo NRW Aktiv Logo

Jochen Ein Artikel von

Ich heiße Jochen und bin gebürtiger Essener. Nach meinem Geographiestudium in Trier zog es mich direkt zurück ins Ruhrgebiet, denn hier fasziniert mich die besondere Mischung aus Großstadttrubel und ländlicher Idylle. Am liebsten erkunde ich die Region mit dem Rad und ich freue mich darüber, dass ich diese Leidenschaft über meinen Beruf als Projektverantwortlicher des radrevier.ruhr mit vielen Menschen teilen kann. Daher stelle ich Euch regelmäßig Tourentipps vor und hoffe, auch in Euch die Begeisterung für das radrevier.ruhr zu entfachen.

2 Reaktionen (2 Kommentare)
  • Oliver Thol schrieb am 26. Oktober 2017:

    Ein Stop für jeden Ruhrgebietsbegeisterten Radler ist die Kantine des Bergwerks Prosper-Haniel 5 Schacht 10 in der Kirchgelder Heide / Hühner Staatsforst am Alten Postweg. Egal ob man mit dem Rad aus Richtung Mülheim, Oberhausen oder aus Richtung Duisburg Walsum kommend durch den Hühner Staatsforst oder ob man aus Richtung Gladbeck oder Gelsenkirchen kommend über Kirchhellen fährt ist eine Einkehr in die gutbürgerliche Bergmannskantine ein absolutes Muss. Hier bekommt kleine bergmännische kulinarische Schmankerln wie bei Mutter zu Hause. Egal ob es nur ein Kaltgetränk im Sommer oder an kälteren Tagen ein Kaffee oder ein Kakao sein soll. Für den kleinen Hunger ist auch bestens gesorgt.. hier gibt es alles was das Herz begehrt egal Ob ed die klassische Currywurst mit Pommes sein soll oder doch eher Frikadelle im Brötchen. Auch für die Naschkatzen ist bestens gesorgt. Die Kantine verfügt auch über diverse kleine Naschereien ( Snickers, Twix, Hanuta, Mars, Milkyway usw. ) In der Kantine kann man zudem noch echte Bergleute treffen. Von der Brücke über den alten Postweg hat man einen schönen Ausblick auf das (NOCH) aktive Bergwerk. Das Bergwerk Prosperität-Haniel ist das letzte noch aktive Bergwerk im Ruhrgebiet aber traurigerweise ist hier im kommenden Jahr im Dezember Schicht im Schacht dann gehen auch hier die Lichter aus. Schon daher ist die Kantine einen Besuch wert.

    • Jochen
      Jochen schrieb am 27. Oktober 2017:

      Hallo Oliver,
      vielen Dank, dass klingt nach einem äußerst spannenden Tipp, grade im Kohleausstiegsjahr 2018.
      Schönen Gruß
      Jochen


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