von Nina / Thema: Erlebnis / am 22. April 2017um10:00

Eine Reise in die Vergangenheit auf Schloss Beck

Kennt Ihr diese Filme, meist amerikanisch, in denen eine Schaukel quasi wie von Geisterhand hin und her schwingt, ohne dass irgendwo ein Kind zu sehen wäre? Und irgendein Tatort spielte mal in einem verlassenen Vergnügungspark mitten im Wald. Gruselig, und irgendwie erschreckend, dass mir ausgerechnet solche Bilder einfallen, wenn ich an meinen ersten Besuch im Freizeitpark Schloss Beck seit ca. 30 Jahren denke. Dabei war es schön, richtig schön sogar!

Schloss Beck: Nostalgischer Charme und jede Menge Erinnerungen

Wie sich die Zeiten ändern. Damals war ich mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester regelmäßig im Freizeitpark Schloss Beck in Bottrop. Es war bestimmt eines der Freizeitziele, die wir in den 80er Jahren am häufigsten besucht haben.

Das Schloss Beck in Bottop-Kirchhellen

Das Schloss Beck in Bottrop-Kirchhellen

Jetzt wieder hier zu sein, mit meinem Mann und meiner kleinen Tochter, ist für mich wie eine Reise in die Vergangenheit, Nostalgie pur. Vieles hat sich verändert, aber noch mehr ist genauso, wie ich es in Erinnerung habe. Waren die Trampoline damals auch schon da? Ich weiß es nicht mehr. Wenn ich an das Schloss Beck denke, denke ich zuallererst an die Ponykutschen. Kleine Droschken, vor die Plastikpferde gespannt sind, die auf Rädern fahren und mit Hilfe von Seilen gelenkt werden. Wirft man einen Euro ein (damals eine Mark, was ich eine satte Preissteigerung nenne…) und drückt das Gaspedal durch, setzt sich das Gespann in gemäßigtem Tempo in Bewegung. 300 Meter schafft man locker, wer weiter fahren will, muss wieder zahlen. Diese Dinger waren schon damals der Hit und ich kann nur erahnen, wie viele Einmarkstücke meine Eltern über die Jahre in den Einwurfschlitzen versenkt haben. Unser Minimensch hat Spaß, so wie ich früher.

Pferdekutsche im Freizeitpark Schloss Beck in Bottrop-Kirchhellen

Pferdekutsche im Freizeitpark Schloss Beck

Der Papa guckt zu und macht Fotos, dann braucht er wie immer erst mal einen Kaffee. Den gibt es hier zu moderaten Preisen auch „to go“ und er schmeckt sogar richtig gut.

Ponyreiten, wie es auch der Tierfreund mag

Nach einem kurzen Stopp auf dem Spielplatz entdecken wir ein Schild, das uns den Weg zum Ponyreiten weist. Noch mehr Pferde also. Oh Gott, meldet sich mein Tierschützerherz, bitte keine echten Ponys, die stundenlang Kopf an Popo im Kreis laufen, während wild kreischende Kleinkinder auf ihrem Rücken herumhampeln. Die armen Tiere. Aber die Ponys, die wir antreffen, sind hart im Nehmen, denn sie sind aus Plastik und ziehen stoisch ihre Runden auf einer Führschiene.

Beim "Pferdereiten" im Freizeitpark Schloss Beck in Bottrop-Kirchhellen

Beim „Pferdereiten“ in Schloss Beck

Fröhlich reitet das Kind eine Runde nach der anderen durch den Wald, abwechselnd mit Mama und Papa, denn um alleine auszureiten ist es noch zu klein.

Der Baumwipfelpfad: Nix für Mutti und andere Höhenängstliche

Als nächstes steuern wir auf etwas zu, das es ganz sicher damals noch nicht gab: den Baumwipfelpfad. Klingt nicht besonders einladend für jemanden wie mich, der schon beim Blick aus dem Fenster im ersten Stock Höhenangst bekommt. Ganz objektiv betrachtet, ist es aber eine tolle Sache.

Baumwipfelpfad im Freizeitpark Schloss Beck in Bottrop-Kirchhellen

Baumwipfelpfad im Freizeitpark Schloss Beck

In Höhe der Baumkronen schlängelt sich der Pfad im Schloss Beck mehrere hundert Meter auf stählernen Füßen durch die luftigen Höhen und man lernt allerhand über die heimische Natur. Während ich schnell und möglichst – ohne nach rechts, links oder gar unten zu sehen – den Pfad entlang haste und froh bin, wieder unten angekommen zu sein, schlendern Vater und Tochter seelenruhig daher.

Baumwipfelpfad im Freizeitpark Schloss Beck in Bottrop-Kirchhellen

Baumwipfelpfad im Freizeitpark Schloss Beck

Höhenangst wird also anscheinend nicht dominant vererbt, gut für das Kind.

Crepe pfui, Pommes hui!

Ich könnte ewig weitererzählen, was wir an diesem Tag noch alles im Schloss Beck erlebt haben. Wir sind eine seeeeehr lange Rutsche hinabgesaust, Karussell gefahren, haben an einer Schießbude auf Geister geschossen und uns ein Tretboot geliehen, um den Entchen auf dem See Gesellschaft zu leistet.

Ach ja, und ich habe den geschmacklosesten Crepe gegessen, den die Welt je gesehen hat. Das muss man auch erst mal hinbekommen. War aber halb so schlimm, denn wie es sich für einen echten Ruhrpott Imbiss gehört, hat die Gastronomie im Schloss Beck auch Pommes und Currywurst im Angebot. Und die waren richtig lecker!

Eins ist klar: Wir kommen wieder!

Um noch mal auf meine Assoziation mit Gruselfilmen zurückzukommen: Der Freizeitpark ist teilweise wirklich in die Jahre gekommen und könnte durchaus als Kulisse für Szenen dienen, die weit in der Vergangenheit spielen. Aber: Schloss Beck hat für mich nichts von seiner Faszination verloren – und kleinen Kindern ist es sowieso egal, ob die Schaukel (sofern sicher!) nun drei oder dreißig Jahre alt ist. Es gibt viele neue Attraktionen, die den antiken Charme aufwiegen und darüber hinaus sind die Eintrittspreise so moderat, dass der Besuch auch eine mehrköpfige Familie nicht in den finanziellen Ruin treibt. Wir kommen definitiv wieder, und zwar nicht erst in dreißig Jahren!

Allgemeine Informationen

Freizeitpark Schloss Beck

Am Dornbusch 39
46244 Bottrop
Telefon: +49 2045 5134
Email: info@schloss-beck.de
Website: www.schloss-beck.de
Facebook: www.facebook.com/schlossbeck



Nina Ein Artikel von

Ich heiße Nina und bin Mama einer Tochter. Als bekennender Hundenarr habe ich zwei spanische Mischlingshündinnen, die (fast) immer und überall mit dabei sind. Wir sind gerne draußen unterwegs, machen Waldspaziergänge oder sind auf dem Spielplatz anzutreffen – dann natürlich ohne Hunde. Meiner Tochter habe ich meine Liebe zu Tieren und zur Natur vererbt, deshalb findet man uns bei jedem Wetter an der frischen Luft. Wie die meisten Frauen gehe ich außerdem gerne Shoppen und lecker (vegetarisch) essen. Bei der RTG arbeite ich im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und kümmere mich um Journalistenanfragen und die Aufbereitung unserer Themen für die Medien.

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