von Heike / Thema: Erlebnis / am 10. Juli 2019um19:00

3 Familientagesausflugstipps im sommerlichen Ruhrgebiet

Sommerzeit ist definitiv Familientagesausflugs-Zeit – vor allem mit Kindern & Hund. Genau für diese Ansprüche hat #meinruhrgebiet ein vielfältiges Angebot, ganz nah oder etwas weiter weg – je nachdem, wie viel Budget und Zeit wir investieren möchten. Das familiäre Vorschlagswesen für derlei Unternehmungen – Ihr kennt es, besonders mit Kindern – läuft oft etwas holprig an, wird aber letztlich meist erfolgreich in die Tat umgesetzt… Für die kalte Jahreszeit habe ich Euch schon drei Tipps präsentiert. Da das Wetter aber jetzt mäßig bis gut ist, wird es allerhöchste Zeit, Euch weitere drei Tipps ans Herz zu legen – auf Herz & Nieren geprüft versteht sich!

Darf ich vorstellen: Mein neuer bester Freund Nelson

Tipp Nummer 1: Flauschfaktor XXL – Trekking mit Alpakas!

„Nee, ne? Wandern? *Augenrollen“…tatatataaa – willkommen in der Familienwelt mit Pubertieren(den)! Aber: Was passiert, wenn man den Flauschfaktor hochdreht? Aus dem anfänglichen Augenrollen wird ein weiches Herz – denn mitnichten wandern wir einfach durch das nahgelegene Langeloh! Nein, nein, wir wandern in Begleitung mehrerer flauschiger Alpakas, die uns einen absoluten Niedlichkeitsoverkill bescheren werden.

Aber ich will nicht vorgreifen: Daniel, der Gründer und Besitzer von „Daniels kleine Farm“ bietet im Castrop Rauxeler Landschaftsschutzgebiet Daun „Alpaka-Trekking“ an – eine etwa 2-3 stündige Wandertour durch Wald und Wiesen – und an der Leine nebenher führen wir (aka mein Sohn und ich) jeweils einen mittelgroßen, stark befellten Freund aus der Familie der Kamele.

Los geht es mit dem „Einfangen“ – bzw. dem Umlegen des Halfters und dem Anleinen – das allein ist schon ein Erlebnis! Dann setzt sich die Reisegruppe gemächlich in Bewegung – denn natürlich sind wir nicht die Einzigen, die da wandern: die Gruppe besteht aus ca. 10-12 Personen und jeweils einem Alpaka – wobei es auch erlaubt ist, eine Begleitung zur Wanderung mitzubringen. Die Alpakas – unsere heißen Nelson & Rainman – sind verfressene, große Kuscheltiere und bescheren uns jede Menge Rast an saftigen Wiesen auf der Strecke durch den Castroper Wagenbruch. Dabei laufen Tiermanagerinnen und kundige Mädels & Jungs mit, die sich gern jede Menge Löcher in den Bauch fragen lassen und auch anleiten, wie das Führen zu handhaben ist. Mit 49 Euro ist der Trekkingspaß nicht ganz günstig, aber dennoch so beliebt, dass es kaum mehr freie Termine in den nächsten Monaten gibt. Daniel bietet deshalb seit Neuestem auch „Feierabendtouren“ am Freitagabend an. Nach dem Trekking gibt es auf der Farm noch den großen Moment: Die Tiere werden mit Kraftfutter belohnt und kommen im Schwarm auf Euch zugerannt! Wie süß das aussieht, zeige ich Euch in bewegten Bildern:

So eine Wanderung macht natürlich hungrig!

Alpaka-Trekking-„Profi“-Tipps: Ihr solltet zum Trekking – feste, nicht drückende Schuhe („aua, ich habe mir eine Blase gelaufen“) anziehen und nicht die Kleidung wählen, die keinesfalls schmutzig werden darf. Die Gruppe macht zwischendurch oft Rast – packt Euch also ruhig ein Getränk ein, denn das „vom-Fressen-abhalten“ kann ganz schön kräftezehrend sein.

Auf keinen Fall dürft Ihr Eure Kamera vergessen, denn die superflauschigen Augenblicke wollen selbstverständlich – ich hätte fast auf Zelluloid gebannt geschrieben – festgehalten werden!

Tipp Nummer 2: Retrofeeling im LWL Freilichtmuseum Hagen

Nochmehr „Nee, ne?“ ernte ich mit dem Vorschlag, ein Museum zu besuchen! Deshalb nehme ich auch nur den Kleinsten an seinem kindergartenfreien Tag mit – der motzt noch nicht sofort ;-). Wir fahren ins LWL Freilichtmuseum nach Hagen – hierher haben mich schon zahlreiche Schul- und Familienausflüge geführt und ungefähr so lang ist es auch her, das ich mal hier war! Ganz viel hat sich nicht verändert, was auch daran liegen mag, dass das Freilichtmuseum mit seinen Fachwerkhäusern eben sehr statische Ausstellungsstücke präsentiert. Also totaler Retrofaktor für mich und absoluter Entdeckerfaktor für den Kleinsten! Und: Unser Hund darf auch mit rein – was ein echter Pluspunkt ist! Vom Parkplatz zum Eingang sind es schon ein paar Meter, da darf es direkt mal ein Huckepack-Transport sein! Und das Wetter ist überraschend unschön, so dass wir glücklich sind, eine Mütze dabei zu haben!

Im Freilichtmuseum selbst  – das sich der Geschichte von Handwerk und Technik widmet und diese in ca. 60 Werkstätten präsentiert –  leihen wir uns einen Bollerwagen, das beugt der ansonsten schnell einsetzenden Fußlahmheit vor ;-). Jetzt können wir uns ganz den gut erhaltenenen Fachwerk-Häuschen und den darin ausgestellten Maschinen, Werkzeugen und Vorführungen widmen. Besonders angetan hat es uns die Backstube – hier wird tatsächlich frisches, köstliches Brot gebacken und von diversen Gästen gekauft und direkt vor Ort verzehrt.

Leider hat die Brauerei noch nicht geöffnet…ein Bierchen wäre was für mich gewesen. Es gibt aber seit dieser Saison wieder einen Brauer, der direkt vor Ort „produziert“  – es lohnt sich also, einen weiteren Blick zu riskieren. Die Wanderung über das Gelände dauert – je nach Schnelligkeit mindestens 2 bis 4 oder sogar 5 Stunden. Wir müssen uns heute leider etwas beeilen – nehmen uns aber vor, mit der Picknickdecke und einem gefüllten Korb noch einmal wiederzukommen und dann auch auf jeden Fall dem Shop einen Besuch abzustatten – heute gab es nur ein Eis! Trotz kühlen Temperaturen, denn Eis geht ja bekanntlich immer (zum Thema Eis findet ihr jede Menge Tipps bei meiner Kollegin Laura)! Zudem punktet das Museum mit schönen Spielplätzen und dem natürlich immerwährend plätschernden Bach, der durch das Gelände fließt.

Freilicht- & Luft-Tipp: Nehmt Euren eigenen Bollerwagen ab Parkplatz mit, wenn Ihr mit kleineren Kindern unterwegs seid, denn dann spart Ihr Euch das Quengeln wegen des Fußwegs zum Eingang 😉 Besonders schön: Ihr könnt hier auch Kindergeburtstage feiern – für 80 Euro dürfen bis zu 12 Kinder im Alter von 6-12 Jahren hier Papier schöpfen, Stoffe bedrucken, Muckefuck mahlen und vieles mehr!

Tipp Nummer 3: Outdoorfeeling & Action pur im Mit-Mach Erlebnispark

Gar kein „nee, ne?“ kommt beim Vorschlag, den Kettelerhof in Haltern am See zu besuchen, denn diesen lieben meine Kinder einfach! Der weitläufige Freizeitpark im nicht klassischen Sinn (bedeutet es gibt keine lärmigen Karussells oder blinkenden Lichter) liegt wunderschön in einem großen Waldgebiet mit Freiflächen unweit der A 43 in Lavesum nahe Haltern. Selbst für große Begleitpersonen ist der Park erholsam, denn die Kinder sind so gut beschäftigt, dass mir auch Zeit für Unterhaltung und Kaffee trinken bleibt (den bringt Ihr Euch am besten selbst mit, denn der, den es vor Ort zu kaufen gibt, ist nicht besonders gut).

Sowieso: Zwischen Rutschen, Klettergerüsten und Parkour-Strecken gibt es jede Menge Picknickplätze und sogar Platz auf einer großen Wiese, um ein Picknick mit Mitgebrachtem zu veranstalten. Das ist – vor allem da der Eintritt schlappe 15 Euro pro Person ab 2 Jahren beträgt – eine echte Erleichterung für das strapazierte Ausflugsbudget. Der Preis ist allerdings durch die unglaublich hohe Vielfalt an Angeboten gerechtfertigt und beinhaltet jetzt sogar die Nutzung der Sommerrodelbahn und der Indoor-Spielhalle, die ich Euch schon in meinem anderen Artikel vorgestellt habe. Und hier finden wir wirklich für jede Altersgruppe ein entsprechendes Angebot: Teppichrutsche, Sandspiellandschaft und Eisenbahn für die Kleineren, anspruchsvollerer Kletterparkour, Wellenrutsche (mit und ohne Wasser) und Sommerrodeln für die Größeren. Abends sind alle rundum glücklich und gut ausgepowert!

Die Eisenbahn fährt auch einen Parcours, allerdings ohne Klettern

Mitmach-Park-Tipp: Der Kettelerhof ist gut erreichbar und kostenfrei parken könnt Ihr auch – nehmt auf jeden Fall Euren Bollerwagen und genügend Getränke und Snacks mit und vergesst eventuell Wechselkleidung, Sonnenschutz und Picknickdecke nicht – und: Kaffee in der Thermoskanne ;-). Wenn Ihr keinen Ganztagesausflug machen möchtet, bietet sich ein Abstecher in den unweit gelegenen Wildpark Granat an! Hunde sind hier allerdings nicht erlaubt!

Familientagesausflugstipps im Ruhrgebiet – Mein Fazit

Die Tipp-Liste ist an sich unendlich lang – alles haben wir selbst noch nicht ausprobiert. Mich reizt die Bislicher Insel, aber auch ein paar Museen und natürlich die diversen Seen und Flüsse. Schon allein die To-Visits, die noch mit der RUHR.TOPCARD ausstehen, sind ewig lang. Welche Tipps legt Ihr mir ans Herz?

Allgemeine Informationen

Familien-Tagesausflugstipps

Daniels kleine Farm

Bochumer Str. 275
44575 Castrop-Rauxel
Website: www.danielskleinefarm.de
Facebook: www.facebook.com/danielskleinefarm


LWL-Freilichtmuseum Hagen

Selbecker Str. 200
58091 Hagen
Website: www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de
Facebook: www.facebook.com/LWLFreilichtmuseumHagen


Freizeitpark Kettelerhof

Rekener Str. 234
45721 Haltern am See
Website: www.kettelerhof.de
Facebook: www.facebook.com/Kettelerhof



Heike Ein Artikel von

Ich heiße Heike und bin mit drei Kindern immer irgendwie unterwegs. Am liebsten draußen in der Natur, aber Zoos und Schwimmbäder kommen natürlich auch nicht zu kurz. Ab und zu bleibt auch ein wenig Zeit für mich, dann stehen essen & trinken-gehen, Wellness und manchmal sogar ein Museums- oder Theaterbesuch auf dem Programm! Bei Ruhr Tourismus kümmere ich mich mit Katalina im Bereich Marketing um die Social Media Kanäle, Google Adwords, Bloggerrelations und ganz allgemein um Onlinemarketing Kampagnen sowie den Blog #MeinRuhrgebiet.

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