von Gastautor / Thema: Erlebnis / am 13. September 2018um9:00

Laser, Leuchten, Lichtspektakel – 3 Indoor-Tipps für das Ruhrgebiet

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Vorbei sind die mit Freibad, Sommerkino und Radtouren verplanten freien Tage. Doch bis zur Weihnachtszeit, in der Ihr Euch mit Freunden und Familie zu Weihnachtsmarktbesuchen und zum Schlittschuhlaufen verabreden könnt, dauert es noch ein bisschen. Aber das Ruhrgebiet wäre nicht das Ruhrgebiet, wenn es nicht auch in den Zwischenphasen eine große Bandbreite spannender Freizeitaktivitäten zu bieten hätte. Für all diejenigen, die die verregneten Herbsttage indoor verbringen möchten, stellen wir heute drei lichtstarke Orte im Ruhrgebiet vor.

Tipp 1: Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna

Wir stehen vor einem etwas unscheinbaren Gebäude. Hier soll ein Museum sein? Wir gehen in das Zentrum für Information und Bildung (zib) und da springt uns auch schon das Logo der RuhrKunstMuseen an – okay, wir sind richtig. Das Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna stellt sich schnell als ein Museum heraus, das nicht nur Kunstfans beeindruckt.

Die renommiertesten Lichtkünstler aus aller Welt stellen hier in wirklich einmaliger Kulisse ihre Werke aus. Völlig beeindruckt davon, was Licht alles kann, kommen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. So nimmt man etwa die Worte Heinrich Heines ganz anders wahr, wenn man auf einem Steg über sie hinweggeht und durch ihre Spiegelung hindurchwandert.

Das Bild zeigt Doreen und ein Lichtkunstwerk in Unna.

Heinrich Heines Worte sind überall. Sie gehen sogar durch Doreen hindurch.

Lichtstarke Kunsterlebnisse im Gebäude einer ehemaligen Brauerei

Auch als Laien-Kunstliebhaber merken wir, wie die Räumlichkeiten und die Präsentation der Kunstwerke einander beeinflussen und kommen uns in manchen Räumen ganz klein vor. In der ehemaligen Lindenbrauerei gelegen beeindruckt das Museum durch gewaltige Kellergewölbe, die eine einzigartige Symbiose mit den Kunstwerken eingehen. Jede der Lichtinstallationen wurde eigens für die Räume vor Ort geschaffen.

Dabei wurden auch bauliche Gegebenheiten in die Präsentation der Arbeit eingebunden. So spiegeln sich bei Keith Sonniers „Tunnel of Tears“ die aus verschiedenfarbigen Muranoglas-Röhren bestehenden Tränen im heraufsickernden Grundwasser. Dadurch erhalten sie eine verblüffend plastische Intensität. Bei dem wohl beliebtesten Fotomotiv des Lichtkunstmuseums konnten auch wir den Kameraauslöser nicht ruhen lassen. Zu faszinierend ist das Zusammenspiel von Farbintensität, Farbverlauf und Lichtreflexen.

Das Bild zeigt den Foto-Hotspot "Tunnel of Tears"

Foto-Hotspot – im „Tunnel of Tears“ haben wir uns mit der Kamera so richtig ausgetobt.

Beim Kunstwerk „TouchMe“ selbst zum Teil eines Kunstwerks werden

Besonders gut gefallen hat uns zudem das Kunstwerk des niederländischen Designduos „Blendid“. Bei „TouchMe“ ist der Name Programm und Ihr werdet selbst zum Kunstwerk, wenn Ihr Euch gegen die riesige Glasscheibe presst und den seitlich angebrachten Knopf drückt. Wie bei einem Scanner wird das eigene Ebenbild auf die Glasscheibe übertragen und zusammen mit den Scans zahlreicher vorheriger Besucher in Dauerschleife abgespielt.

Je mehr man sich dabei der Scheibe nähert, desto deutlicher ist das Abbild, was zu teilweise geisterhaften Präsentationen führt. Wer sein eigenes Bild wiedersehen möchte, braucht allerdings Geduld: Mehr als 10.000 Besucher haben sich mittlerweile in dem digitalen Gästebuch verewigt, was die Wahrscheinlichkeit, den eigenen Eintrag zu Gesicht zu bekommen, erheblich schmälert. Aber wann darf man in einem Museum schon mal die Kunstwerke anfassen, geschweige denn selbst Teil eines Kunstwerks werden?

Das Bild zeigt das Selbstbildnis im Zentrum für internationale Lichtkunst.

Vom geisterhaften Selbstbildnis…

Neben den offenen Führungen bietet das Zentrum für Internationale Lichtkunst auch verschiedene Sonderveranstaltungen an, wie zum Beispiel das Skyspace Dämmerungsspecial. Für die eigene Fotografie eigenen sich besonders offene Begehungen. Kleiner Tipp am Rande: Wenn Ihr ein Stativ habt, nehmt es unbedingt mit, sonst kann das neue Lieblingsmotiv schnell verwackelt sein. Aber achtet bitte auf Eure Mitmenschen und behindert sie nicht. So kann jeder seinen Museumsbesuch genießen.

Tipp 2: LaserZone in Essen-Borbeck

Wenn Euch der Sinn mehr nach Action steht, solltet Ihr unbedingt die LaserZone in Essen-Borbeck besuchen. Auf 2.400 Quadratmetern Spielfläche, die sich in zwei völlig unterschiedliche Arenen aufteilt, könnt Ihr Euch in gewohnter Lasertag-Manier gegenseitig verfolgen. Für alle, die Lasertag noch nicht kennen: Zunächst werdet Ihr mit einer circa drei Kilogramm schweren Weste ausgerüstet, die mit Sensoren versehen ist. Anschließend jagt Ihr Euch dann á la Räuber und Gendarm durch ein Labyrinth. Dabei versucht Ihr mit Eurer Laserpistole die Sensoren an der Weste des Gegners zu treffen. Der ist dann für fünf Sekunden außer Gefecht gesetzt, was bedeutet, dass er weder schießen noch selbst getroffen werden kann. Jeder Treffer gibt Punkte. Ziel des Spiels ist es, die meisten Punkte zu bekommen.

12 Minuten Indoor-Action pur

Ein Spiel dauert zwölf Minuten. Das klingt erstmal nicht lange, aber Ihr solltet auf keinen Fall unterschätzen, wie anstrengend eine Runde Lasertag ist. Auch wenn Ihr aus sicherheitstechnischen Gründen nicht rennen dürft: Das Gewicht der Weste und der ständige Adrenalinschub, weil hinter jeder Ecke der Feind lauern könnte, sorgen dafür, dass Ihr gehörig ins Schwitzen kommt. Musikeffekte heizen Euch zusätzlich ein. Da es vor Ort Umkleiden gibt, empfehlen wir Euch, Wechselbekleidung mitzunehmen. Es ist am Ende des Tages äußerst angenehm, aus den verschwitzten Klamotten herauszukommen. Um den sportlichen Anreiz der Spieler zu erhöhen, hat die LaserZone verschiedene Levels und Quests entwickelt. Eine Mitgliedskarte ist perfekt für Wiederholungstäter geeignet, die damit ihre Erfolge speichern können.

Das Bild zeigt Anna in der Laserzone Essen.

Anna ist in der Arena auf der Lauer.

Lasertag als abwechlungsreicher Freizeitspaß

Wir sind bereits nach einer Runde fix und fertig und brauchen erst einmal eine Pause. An der Empfangstheke gibt es eine große Auswahl an Getränken und Snacks. Aber auch eigener Proviant und mitgebrachte Getränke sind erlaubt. Somit ist die LaserZone ein ideales Ausflugsziel für Euch und Eure Freunde. Richtig gut hat uns gefallen, dass Ihr selbst bestimmen könnt, wann das nächste Spiel startet.

Zwischen den Spielen habt Ihr Zeit, Euch auszuruhen, zu stärken und Strategien zu planen, denn ihr könnt sowohl als Einzelkämpfer als auch im Team spielen. Übrigens gilt hier das Prinzip: Je mehr Spieler desto besser. Zu zweit oder dritt dauert es, bis man sich in der riesigen Arena findet – Ihr könnt Euch aber natürlich auch anderen Spielern anschließen.

Schauriger Laser-Spaß an Halloween

Ein besonderes Erlebnis bietet Euch die LaserZone an Halloween: Dann werden in der unteren Arena, die wie eine Geisterstadt gestaltet ist, die besten Zombie-Cosplayer des Ruhrgebiets auf die Spieler los gelassen. In ihrer künstlerischen Freiheit sind den Zombies dabei keine Grenzen gesetzt. Einige Darsteller sehen dabei derart täuschend echt aus, dass in den letzten Jahren bereits der ein oder andere Spieler die Runde abbrechen musste. Wir fühlen uns nicht mutig genug für eine Runde Lasertag an Halloween. Aber vielleicht traut Ihr Euch ja?

Das Bild zeigt einen als Zombie geschminkten Mann vom Laser-Halloween-Fest.

Kleiner Vorgeschmack – einer der gruseligen Zombies vom letzten Halloween. © Dirk Fenke

Tipp 3: XXL Moonlight Minigolf in Duisburg

Obwohl es diesen Trend schon länger gibt, haben wir erst jetzt Schwarzlicht-Minigolf ausprobiert. Dafür haben wir uns das XXL Moonlight Minigolf in Duisburg ausgesucht. Mit Kuli, Punktetabelle, Klemmbrett, Schläger und leuchtendem Bällchen bewaffnet schlängeln wir uns durch den Eingang zu den 18 Bahnen. Die Augen müssen sich erst mal kurz an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnen. Es ist ziemlich dunkel hier drin. Allein die bemalten Wände und Bahnmarkierungen sowie einige Figuren tauchen die Räumlichkeiten dank Schwarzlicht in ein giftiges Farbenmeer.

Gleich drei verschiedene Welten könnt Ihr in Duisburg betreten: Wir landen in den Untiefen des Meeres, im magischen Mittelalter und im wilden Dschungel. Begleitet wird man dabei von themenspezifischer musikalischer Untermalung. Diese bleibt aufgrund von kleinen Wänden auch wirklich in den jeweiligen Welten. Allein an den Übergängen kann man schon erahnen, welches Motto einen als nächstes erwartet.

In- und Outdoor-Minigolf mit besonderer Stimmung

Uns hat besonders gut gefallen, dass die Bahnen sowohl für Experten als auch Neulinge des Minigolfs genug Hindernisse bereit halten, ohne gleich zu frustrieren. Hier erspart man sich außerdem das vom Outdoor-Minigolf bekannte (und nervige) Problem, dass der Ball immer in eine Ecke rollt. Für die mit Teppich bezogenen Bahnen müsst Ihr Euch also neue Ausreden überlegen.

Am Ende unserer Weltenbummlerei sind wir mit unseren Ergebnissen zufrieden – immerhin mussten wir uns bei keiner Bahn eine „7“ notieren. Glück gehabt. Wer möchte, kann auch noch die neun Bahnen des Outdoors-Bereichs spielen. Hier wartet ein kleiner Ausflug in die Dinosaurierzeit auf euch, allerdings ohne Schwarzlicht.

Das Bild zeigt die Punktezettel von Anna und Doreen.

Doreen holt mit 65 zu 68 Schlägen den Sieg. Nicht unbedingt ein Spitzenergebnis, aber beim nächsten Besuch der XXL Moonlight Minigolfanlage wollen wir das definitiv toppen.

Falls Ihr nach diesem Indoor-Erlebnis noch nicht genug von Lichtern habt, könnt Ihr noch zu der nahegelegenen Heinrich-Hildebrand-Höhe fahren und dort das Kunstwerk Tiger & Turtle bestaunen. Dieses wird nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet. Wer sich traut, es zu besteigen, erhält einen wunderbaren Panoramablick über die abendliche Landschaft der Metropole Ruhr. Aber auch sonst lohnt sich ein Ausflug auf die Halden des Ruhrgebiets! Lasst Euch dafür gerne von Katalinas Blogartikel inspirieren.

Lichterlebnisse im Ruhrgebiet – unser Fazit

Für den freizeitlichen Ausgleich können wir Euch alle drei Indoor-Erlebnisse wärmstens ans Herz legen. Wenn bereits diese kleine Auswahl von „ganz entspannt“ bis „ganz schön anstrengend“ reicht, könnt Ihr Euch vorstellen, was hier im Ruhrgebiet noch auf Euch wartet. Ein kleiner Hinweis: Wenn Ihr zu diesen drei Ausflugszielen Eure RUHR.TOPCARD mitnehmt, könnt Ihr sogar noch ein paar Euro sparen.

Gastautoren: Ein Artikel von Doreen Scholz und Anna Büchol, die das Presseteam der Ruhr Tourismus GmbH von Januar bis August 2018 als Praktikantinnen und Aushilfen unterstützt haben.

Allgemeine Informationen

Adressen der Indoor-Tipps

Zentrum für internationale Lichtkunst Unna

Lindenplatz 1

59423 Unna

Website: www.lichtkunst-unna.de

 

LaserZone Essen

Wüstenhöferstraße 234

45355 Essen-Borbeck

Website: www.laserzone.de

 

XXL Moonlight Minigolf Duisburg

Am Neuen Angerbach 28

47259 Duisburg

Website: www.moonlight-minigolf.de



Gastautor Ein Artikel von

Hier berichten unsere Praktikanten und Aushilfen, die uns bei Ruhr Tourismus drei bis sechs Monate im Pressebereich oder Onlinemarketing unterstützt haben, über ihre Erlebnisse im Ruhrgebiet.

Schreiben Sie den ersten Kommentar (0 Kommentare)

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbedingungen


Weitere Artikel

Thema: Rad

Mülheim an der Ruhr – Meine Highlights für einen schönen Herbsttag mit dem Fahrrad

Ein Artikel von Gastautor am 20. September 2018

So langsam neigt sich der Sommer dem Ende zu, das Wetter wird windiger und grauer und die Aktivitäten wechseln von Outdoor zu Indoor Doch...

Mehr lesen >


Thema: Genuss, Shopping

Zwischen Köstlichkeiten und kleinen Schätzen – Meine drei liebsten Cafés zum Verweilen und Stöbern im Ruhrgebiet

Ein Artikel von Sarah am 6. September 2018

Kennt Ihr das auch Euer Freundeskreis ist quer übers ganze Ruhrgebiet verteilt und Ihr habt regelmäßig die Qual der Wahl, in welcher...

Mehr lesen >


Thema: Erlebnis, Event

Fußball im Ruhrgebiet – Mehr als nur Sport

Ein Artikel von Gastautor am 31. August 2018

Ein turbulentes Bundesliga-Wochenende liegt hinter uns, die Diskussionen um Videoschiedsrichter und Vermarktung im großen...

Mehr lesen >