von Katalina | 9. April 2020 | KATEGORIEN Erlebnis, Industriekultur, Rad | 0 Kommentare

Sein Sozialleben auf Null runterfahren, 1,5 Meter Abstand zu seinen Mitmenschen halten und das Haus im Bestfall nur verlassen, wenn es nötig ist. Seit ein paar Wochen steht unser aller Leben Kopf. Hätte mir – und wahrscheinlich genauso jedem von Euch – Anfang des Jahres jemand gesagt, dass mir nur wenige Wochen später ein Virus verbieten wird, in meinem Lieblingscafé zu sitzen, Events zu besuchen und mich einfach frei zu bewegen, hätte ich nur müde gelächelt oder demjenigen einen Vogel gezeigt.

Das Foto zeigt Ruhr Tourismus Mitarbeiter im Home Office
Plötzlich im Homeoffice sehen Teammeetings und Mittagspausen plötzlich so aus

Jetzt ist die Situation, wie sie ist und auch für unseren Arbeitsalltag bei Ruhr Tourismus hat sich einiges geändert. Fast alle arbeiten von zuhause aus, statt in der Büro-Küche treffen wir uns morgens zum „virtuellen Kaffeeklatsch“ via Microsoft Teams oder zum Mittagspausen-Plausch bei Zoom und sowieso habe ich in den ganzen 30 Jahren meines Lebens NOCH NIE so viel per Videoanruf kommuniziert, wie in den letzten zwei Wochen! Wie bei uns der Homeoffice-Alltag aussieht, welche Tipps wir haben, damit Euch die (Homeoffice)-Decke nicht auf den Kopf fällt und v.a…. Auf was wir uns im Ruhrgebiet am meisten freuen, wenn alles wieder normal läuft, verraten Euch meine sieben tollen Kollegen Sandra, Heike, Johanna, Jochen, Laura, Christin, Ronja… und ich.

Katalina: Vom Costa Rica-Urlaub in die freiwillige Quarantäne + Homeoffice

Als ich am 9. März ins Flugzeug nach Costa Rica gestiegen bin, war das Coronavirus natürlich längst Thema in Deutschland. Es wurde diskutiert, Veranstaltungen auf maximal 1.000 Personen zu begrenzen und gründliches Händewaschen wurde dringend empfohlen… Weitere Einschränkungen gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Während ich mich also auf einem anderen Kontinent befand, änderte sich die Situation und das komplette Leben in Deutschland und weiten Teilen der Welt schlagartig.

So wie sicher jeder von Euch noch weiß, wo er am 11. September 2001 war, werde ich immer wissen, dass ich in Costa Rica war, als eine Pandemie zu Kontaktsperren, Ausgangsverboten und einer zuvor nie da gewesenen Situation auf der Welt führte.

Homeoffice für Fortgeschrittene… Obenrum bürotauglich, untenrum Jogginghose

Zurück in Deutschland erwartete mich also eine komplett andere Situation. Durch die lange Rückreise über vier Flughäfen begab ich mich in eine zweiwöchige freiwillige Quarantäne und wurde an meinem ersten Arbeitstag mit vielen Neuerungen überrascht.

Viel Neues aber damit kenne ich mich aus: Arbeiten von zuhause aus

Von zuhause aus zu arbeiten, war für mich nichts Neues, da ich auch „vor Corona“ schon zwei Homeoffice-Tage pro Woche hatte. Neu war jedoch die Tatsache, dass plötzlich (fast) alle Kollegen aus dem Homeoffice arbeiten, aus zwei Homeofficen-Tagen pro Woche plötzlich fünf auf unbestimmte Zeit wurden und Videoanrufe zum Haupt-Kommunikationsmittel geworden sind. Dank meiner lieben Kollegin Sandra wurde ich auf letzteres glücklicherweise frühzeitig vorbereitet und konnte rechtzeitig den Hasenpulli gegen etwas „Öffentlichkeitstaugliches“ austauschen… „Untenrum“ bleibe ich aber natürlich bei der Jogginghose. Beim Homeoffice darf das Zuhause-Gefühl schließlich nicht zu kurz kommen. 😉

Auch wenn das alles wirklich gut funktioniert, vermisse ich es, im Büro zu sein, mit meinen Lieblingskolleginnen die Mittagspause zu verbringen und in richtigen Terminen zu sitzen… ohne dabei in ein Headset und in eine Laptop-Kamera zu sprechen.

Lecker Essen und damit Gutes tun

Wie wahrscheinlich so ziemlich jeder von Euch, suche auch ich mir aktuell meine täglichen Lichtblicke. Da gutes Essen und Restaurantsbesuche meine größte Leidenschaft sind, bestelle ich mir regelmäßig das leckere Essen meiner Lieblingsrestaurants in Bochum nach Hause. So tue ich nicht nur mir etwas Gutes, sondern kann ein stückweit auch die Bochumer Gastronomie unterstützen (#Supportyourlocals), die zu den vielen Branchen gehört, die durch die Coronakriese stark getroffen wurde… Unter dem Motto #wirbleibenbochumtreu findet Ihr hier eine Übersicht Bochumer Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen kontaktlos und online anbieten. Ähnliche Aktionen gibt es natürlich auch für viele weitere Städte im Ruhrgebiet!

Während meiner zweiwöchigen Quarantäne-Zeit habe ich mich außerdem über die vielen digitalen Angebote gefreut, die mir ein Stück Ruhrgebiet nach Hause gebracht haben. Meine Kollegin Verena hat ein paar tolle Tipps zusammen gestellt. Schaut mal rein!

Darauf freue ich mich nach Corona!

Auch wenn diese Zeit sehr entschleunigend wirkt und man (im Haus) viele Dinge schafft, um die man sich im Normalfall erst in den nächsten fünf Jahre gekümmert hätte, freue ich mich sehr auf den Tag, ab dem alles wieder normal läuft! Ich möchte meinen Mitmenschen nicht mehr auf der Straße ausweichen und beim Einkaufen gefühlt einen Tanz vollziehen müssen, um alle (Abstands)-Regeln einzuhalten. V.a. aber möchte ich meine Familie und meine Freunde wiedersehen und sie ganz feste in den Arm schließen!

Und auch meine Freizeit will ich wieder so gestalten, wie es das Wort eigentlich erahnen lässt… FREI!

Ich freue mich darauf, im Sommer mit dem Fahrrad zu den Beach Clubs im Ruhrgebiet zu fahren und mit einem Kaltgetränk in der Hand die Seele baumeln zu lassen… Ich kann es kaum erwarten, endlich mal wieder mein Lieblingsmusical STARLIGHT EXPRESS zu besuchen… Und weil mittlerweile feststeht, dass der komplette Festivalsommer in diesem Jahr ausfällt, freue ich mich umso mehr auf das Zeltfestival Ruhr 2021! Dann werde ich – wie eigentlich für dieses Jahr geplant – zusammen mit meiner Schwester und meinen Freunden unbeschwert zur Musik von Alvaro Soler in der Menschenmenge tanzen und singen…

Sandra: Homeoffice für Cat Content Liebhaber

So plötzlich kam Homeoffice auch bei mir gar nicht, denn ich habe bisher schon zwei Tage die Woche zuhause gearbeitet. Genau das ist mein klarer Vorteil: Ich habe in meiner Wohnung bereits ein voll eingerichtetes Arbeitszimmer und bin ziemlich eingespielt wie ein Arbeitstag in den eigenen vier Wänden abläuft: Aufstehen, anziehen und fertig machen (umso wichtiger in Zeiten von Video-Calls), den morgendlichen Cappuccino zubereiten und dann gemütlich loslegen.

Das Schönste am Homeoffice sind meine flauschigen Arbeitskollegen in Form meiner Katzen. Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass die beiden eher etwas genervt davon sind, dass ich mich aktuell 24 Stunden, sieben Tage die Woche in IHRER Wohnung befinde. Meine echten Kollegen vermisse ich hingegen wirklich sehr und bin froh, dass ich sie täglich immerhin virtuell sehe. Video-Jour Fixe hier, virtuelles Kaffeetrinken da, Zoom-Mittagspause usw., dank der heutigen Technik ist die Kontaktsperre doch gut zu ertragen! Was allerdings schwer zu ertragen ist, ist mein Anfängerfehler in Sachen Hamsterkäufen… Ich habe nämlich keine getätigt… Und jetzt ratet, an was es mir jetzt fehlt!?

Der Endgegner jedes Einkaufs in Coronazeiten: Klopapier

Die Ware, deren Name zurzeit mit Sicherheit die meisten Treffer auf Twitter erzielt: Toilettenpapier. Bis vor einer Woche war ich tiefenentspannt und habe allen ganz selbstbewusst gesagt, dass man einfach warten sollte, bis alle Haushalte die Keller voller Klopapier haben, um dann selbst zuzuschlagen. Joa, langsam neigt sich das weiße Gold dem Ende zu und ich halte seit einer Woche (noch nicht panisch, aber schon regelmäßig) Ausschau. Da ich derzeit abends immer frisch koche (man hat ja sonst nix zu tun), bin ich auch täglich in Supermärkten unterwegs und habe bisher ernsthaft nirgendwo Klopapier gefunden!

Das Foto zeigt eine Klorolle, in Coronazeiten ein wertvolles Utensil
Das Ergebnis, wenn man nicht hamstert

Was mache ich falsch? Hat jemand Tipps? Früh morgens? Lieber in große oder doch lieber in kleine Läden gehen? Welche Geschäfte bekommen wann ihre Ware? Argh, meine anfängliche Gelassenheit „Ach, wir haben doch noch den ganzen Ersatzrollenspender voll und so viel verbraucht man eh nicht“ ist verschwunden, denn der Status heute ist: eine Rolle. EINE ROLLE!!!! Nein, ich habe keine Zeitschriften abonniert, die als Alternative herhalten können (Tipp meiner lieben Kollegen) und ich hoffe, dass ich nicht zum Aldi Prospekt greifen muss… Wann kommt der eigentlich immer ungefähr…? Also nur so gefragt… 😉

Kontaktsperrenkonforme Freizeitaktivitäten

Nun aber noch zu den schönen Dingen. Da Freizeitaktivitäten in diesen Zeiten ja stark eingeschränkt sind, denke ich etwas weiter, um etwas zu erleben. Und da muss erst eine Pandemie kommen, damit ich es zum ersten Mal in meinem Leben in ein Autokino schaffe! Keine 15 Minuten von mir entfernt, ging es ins DRIVE IN Autokino in Essen, direkt am RWE Stadion. Ich war noch vor dem Kontaktverbot dort, aber selbst zu dem Zeitpunkt wurde hier bereits alles vorbildlich gelöst: Die Karten mussten online gekauft und vor Ort das Handy mit QR-Code an die geschlossene Autoscheibe gehalten werden. Der Snackverkauf war ebenfalls schon eingestellt, sodass wir uns vorab mit ordentlich Proviant eingedeckt hatten (natürlich viel zu viel). Als Film wählten wir „Der Unsichtbare“ mit Elisabeth Moss (kennt Ihr vielleicht aus „The Handmaids Tale“, grandiose Serie übrigens!).

Das Foto zeigt die Leinwand im DRIVE INN Autokino Essen
Gemütlich im Autokino: ein Erlebnis, das definitiv wiederholt wird

After-Corona-Bucket-List

So schön diese entschleunigende Zeit auch ist (also meine Wohnung sieht so toll aus wie nie, nur die Garage ist voller aussortiertem Zeug), vermisse ich doch einige Dinge stark: Geselligkeit, Großveranstaltungen und lecker Essen gehen. Die Geselligkeit erlebe ich derzeit in einer völlig neuen Art. Jede Woche gibt es mehrere, feste Video-Calls mit den verschiedenen Freundeskreisen. Jeder hat sein Lieblingsgetränk vor sich stehen, sitzt bei sich zuhause und ist dabei doch irgendwie zusammen. Trotzdem freue ich mich riesig, diese Personen alle wieder in den Arm nehmen zu können.

Direkt darauf folgt die Vorfreude auf Restaurantbesuche mit leckerem Essen. Ich decke mich bereits jetzt mit Gutscheinen meiner Lieblingscafés ein (#supportyourlocals), um sie im Sommer direkt besuchen zu können. Als erstes werde ich die Außenterrasse des Pikilia testen. Dort war ich im Februar und konnte aufgrund der Temperaturen nur drinnen sitzen, aber draußen in der Sonne mit einem leckeren Wein isst es sich dort bestimmt noch besser.

Seit kurzem steht nun auch fest, dass die Cranger Kirmes dieses Jahr nicht im August stattfinden kann. Umso mehr hoffe ich, dass sie im Laufe des Jahres nachgeholt wird. Nachtrag: Meine Hoffnungen werden leider enttäuscht, die Kirmes wurde nun endgültig abgesagt und ich verlängere meine Vorfreude auf den Geruch nach gebrannten Mandeln, die Geräuschkulisse („eine Runde noch uuund hopp“) und das Flanieren bei lauen Temperaturen um ein Jahr. Wie bei allem in der jetzigen Zeit heißt es: abwarten (und ein kühles Getränk auf Balkonien trinken).

Heike: HomeOffice, HomeSchooling… alles plötzlich „Home“!

Ich liebe mein zuhause und bin glücklich und echt auch begeistert davon, wie schnell und unkompliziert das Arbeiten von zuhause geht – aber: Mit Kindern ist es kein Geschenk! Kind 3 stört mit schöner Regelmäßigkeit die über Teams stattfindenden Meetings und zeigt allen stolz seine selbst gemalten Bilder. Kind 2 konsumiert neben den Schulinhalten auch diverse Unterhaltungsformate am Tablet – einzig Kind 1 – das Pubertier –hat sich in der Situation eingerichtet und macht eigentlich nichts anderes als sonst, nämlich chillen – und das geht durchaus auch sehr gut digital! 😉 Es ist eine absolute Herausforderung, die Kinder beschäftigt zu halten und gleichzeitig produktiv zu sein!

Das Foto zeigt Heike und "Kind " im Homeoffice
Zusamamen mit „Kind “ im Homeoffice

(Über)regelmäßige Spaziergänge mit dem Hund und Eis auf Abstand

Was bringt wenigstens ein wenig Abwechslung in den häuslichen Alltag? Die mindestens 3 x täglichen Spazierrunden mit Familienhund Theo – der noch nie soviel Auslauf bekommen hat, wie jetzt. Da müssen wir rechtzeitig gegensteuern, sonst gewöhnt er sich noch dran. 😉 Ab und zu wagen wir einen Ausflug mit dem Rad in die Stadt zur Eisdiele – selbstverständlich „To Go“ und mit genügend Abstand. Im Homeoffice selbst schmeckt mir besonders der köstliche Kaffee, den ich ganz nach meinem Geschmack zubereite und gern auch virtuell mit Kollegen genießen kann.

Das Foto zeigt einen Hund auf der Halde Haniel in Bottrop
Regelmäßige Spazier-Auszeiten sind das beste Mittel gegen einen „Corona-Koller“

Meine End-of-Homeoffice-Wünsche nach Corona

Als freiheitsliebender Mensch freue ich auf nichts mehr, als auf eine Lockerung der Beschränkungen, damit ich wieder gemeinsam mit den Kindern und Freunden raus pilgern kann – z.B. zum Ketteler Hof und Naturwildpark Granat oder eben einfach nur zur neu eröffneten Eisdiele!

Das dann auch wieder ein Kaffee in meinem Lieblingscafé Fräulein Coffea drin ist, ist das absolute Sahnehäubchen auf dem End-of-Homeoffice-Traum, der natürlich nur noch von einer Nacht in Bochum getoppt wird.

Das Foto zeigt ein Stück Kuchen und Kaffee im Fräulein Coffea in Bochum
Wann kann ich endlich wieder in meinem Lieblingscafé – Fräulein Coffea in Bochum – sitzen?

Johanna: Homeoffice für Anfänger

Der Corona-Ausnahmezustand hat mich eher unfreiwillig ins Homeoffice verfrachtet. Bis dato war ich davon überzeugt „im Büro arbeitet es sich am besten“. Für die Quarantäne-Zeit habe ich mir nun eine kleine Arbeitsecke eingerichtet und ich muss zugeben, hier lässt es sich genauso produktiv arbeiten wie im Büro, wenn nicht sogar etwas besser. 😉

Das Foto zeigt Johanna im Homeoffice
Erstmal eingerichtet ist Homeoffice ganz angenehm

Balkonien statt Geburstagsparty

Aber auch privat musste einiges umgeplant werden: Statt mit einer großen Party und vielen Gästen habe ich meinen 30. Geburtstag zu Hause mit meinem Freund gefeiert. Zwar war es total schade, Freunde und Familie an diesem Tag nicht in die Arme schließen zu können, aber umso entspannter war es, sich an diesem Tag nur um sich zu kümmern. Kein Aufräumen, Putzen und Essen vorbereiten für die Gäste und kein Aufräumen und Putzen wenn die Gäste wieder weg sind. 😉 So habe ich den Tag ganz relaxed auf dem Balkon verbracht, hatte den Geburtstagskuchen für mich alleine und ausreichend Zeit alle Geschenke (ein großes Dankeschön an alle Paketbotinnen und -Boten da draußen!) auszupacken.

Meine To Dos für danach: Shoppen und Paddeln

Trotz des funktionierenden Homeoffice und einer entspannten Geburtstagsfeier freue ich mich aber  natürlich wahnsinnig auf die Zeit „danach“. Wenn sich die Lage wieder normalisiert hat und einige Freizeit-Aktivitäten wieder erlaubt sind, werde ich erstmal einen ausgedehnten Einkaufsbummel über die Rüttenscheider Straße machen. Als Unterstützung für meine Lieblingsläden habe ich online Gutscheine gekauft, die ich dann einlösen werde, sobald die Läden wieder öffnen dürfen. Und ich freue mich auf einen Paddelausflug auf der Ruhr – denn auf dem Wasser lässt sich das #MeinRuhrgebiet auch bestens erkunden.

Jochen: Homeoffice für bewegungshungrige Radler: Schwierig, aber doch machbar

Für mich war Homeoffice eigentlich immer unvorstellbar. Das Arbeits- und Privatleben verschmelzen in der heutigen Zeit ohnehin schon sehr stark, da wollte ich zumindest mit meinem Platz am Rechner für „klare Verhältnisse“ sorgen. Durch Corona wurde ich dann quasi gezwungen, ins Homeoffice-Leben reinzuschnuppern. Nach einer kurzen Tirolreise befand ich mich plötzlich in der zweiwöchigen, freiwilligen Quarantäne wieder und habe eine Zeit allein im Wohnwagen vor dem Haus gelebt. Zum Glück konnte mir unser technischer Dienstleister schnell den Zugang zum Server einrichten, sodass ich nun seit fast 3 Wochen von daheim arbeiten kann. Ich muss zugeben, dass ich mich ganz schön schnell dran gewöhnt habe. Natürlich wird man hin und wieder durch Dinge kurz abgelenkt, aber sein wir ehrlich, das passiert doch im Büro auch immer mal wieder.

Das Foto zeigt Jochen im Homeoffice
Auch im Homeoffice gibt es Kollegen, die einen gerne mal von der Arbeit abhalten

„Das haben wir aber immer so gemacht“ war gestern

Außerdem ist man als „alternder Mitvierziger“ ja nicht mehr ganz so versessen auf neue, technische Hilfsmittel und hängt am liebgewonnen „das haben wir aber immer so gemacht“. Jetzt muss ich mich z.B. mit neuer Software für Videokonferenzen auseinander setzen und stelle aber natürlich fest, dass das alles auch gut so und sinnvoll ist. Schließlich war die Innovationsfähigkeit in Krisenzeiten schon immer die wichtigste Chance, aus all dem ganzen Desaster auch mal etwas Positives zu gewinnen.

Ausgiebige Radtouren und die Kleinigkeiten genießen, die das Leben lebenswert machen

Dennoch freu ich mich so wie sicherlich jeder von uns wieder auf „normale Zeiten“: Abends mit dem Rad einfach mal wieder zum Biergarten oder zum Italiener im Nachbarörtchen radeln und eine frischgebackene Pizza auf der Terrasse genießen. Am Ende sind es doch diese Kleinigkeiten, die unser Leben lebenswert machen.

Das Foto zeigt ein Bier im Biergarten am Baldeneysee in Essen
Da freu ich mich schon drauf: ein leckeres Zwickel auf der Terrasse der Südtiroler Stuben am Baldeneysee

Bis es soweit ist, versuche ich mich mit den bekannten Verhaltensregeln beim Joggen allein im Wald oder im Sattel meines Rades zumindest ein wenig fit zu halten und so im Kampf gegen den Corona-Speck nicht direkt auf der Couch liegend zu kapitulieren.

Laura: Von der Skipiste nach Balkonien

Wochen – ach, was sag ich – Monate haben wir unserem Ski-Urlaub in den französischen Alpen entgegen gefiebert und ich hätte mir niemals vorstellen können, dass wir wegen einer Pandemie (das hörte sich doch eher nach schlechtem Film an) nicht in den Urlaub fahren können. Vier Tage vor Abfahrt kam dann die Nachricht, vor der wir gebangt hatten: das Skigebiet wurde gesperrt und die Saison beendet.

Das mussten wir erst einmal verdauen und uns auf einen Urlaub in den eigenen vier Wänden einstellen. Dazu muss ich sagen, dass wir absolute Reise-Fans sind und ich noch nie einen Urlaub zu Hause verbracht habe… außer vielleicht für einen Umzug. Also, wie verbringt man seine Zeit zu Hause, wenn man keine Erledigungen machen, keine Freunde treffen und auch sonst nicht besonders viel machen kann? Was uns in Gedanken ziemlich frustriert hat, stellte sich nach kurzer Zeit als sehr angenehm heraus und wir verbrachten eine entspannte und gleichzeitig sehr produktive Woche in den eigenen vier Wänden.

Das Foto zeigt einen Likör aus den Savoyer Alpen
Dann gibt es das Likörchen aus den Savoyer Alpen eben auf der heimischen Terrasse

Als kleines Trostpflaster bekamen wir ein Paket von meinen Eltern, die es einige Wochen zuvor noch in die Berge geschafft hatten und konnten nun in Vorfreude auf die nächste Ski Saison das Likörchen aus den Savoyer Alpen von der Terrasse aus genießen.

Mein Tipp: aktiv bleiben…

Nach einer Woche Urlaub zu Hause ging es dann nahtlos über in das neu eingerichtete Home Office. Mit der Technik habe ich mich schnell angefreundet und dank eigenem Arbeitszimmer kann ich zu Hause sehr gut und produktiv arbeiten. Nur die Bewegung – sei es der Weg zur Küche, zu den Kollegen oder zum Drucker – fehlt mir sehr und daher habe ich mir angewöhnt eine längere Mittagspause einzulegen und mache in dieser Zeit immer noch einen Spaziergang um den Block.

…und sich nicht vor der Kamera scheuen

Bewegung ist grundsätzlich ein Teil, der mir hilft, diese ungewöhnliche Zeit zu überstehen. Wir werkeln regelmäßig an Haus und Garten, ich gehe häufiger und länger joggen und sogar meinen Yoga Kurs kann ich per Video-Chat machen. Apropos Video-Chat, auch das ist ein neuer Teil in unserem Alltag. Anstatt persönlichen Treffen oder reinem Telefonieren greifen wir nun öfter zum Video-Chat, um uns mit Freunden und der Familie auszutauschen.

Vorfreude ist doch die schönste Freude!

Auf was ich mich ganz besonders freue, wenn die Krise überwunden ist? Mir ein E-Bike auszusuchen! Der Entscheidungsprozess hat etwas gedauert, aber letztendlich habe ich mich doch dazu entschlossen mir ein E-Bike zuzulegen. Damit möchte ich vor allem den Weg zur Arbeit zurücklegen, der von Mülheim nach Oberhausen führt. Wie ich aus eigenen Fahrten bestätigen kann, ist die Fahrt mit dem Rad eine sehr schöne Alternative zum Auto und das E-Bike würde den Spaßfaktor auf meiner Strecke noch deutlich erhöhen.

Falls ihr noch mehr Überzeugungskraft braucht, gibt Euch mein Kollege Jochen in seinem Artikel Tipps für die ersten Touren mit dem Rad zur Arbeit. Daher freue ich mich ganz besonders darauf, mir bald im Laden mein E-Bike auszusuchen und in ein paar Wochen mit dem Rad ins Büro fahren zu können.

Christin: Mein Traum vom Büro-Hund wird wahr!

Ich bin ich ein absoluter Neuling in der Homeoffice-Welt! Bisher kannte ich dieses Phänomen nur vom Hörensagen und von Berichten einiger meiner lieben Kolleginnen und Kollegen. Doch vom einen Tag auf den anderen wurden auch für mich aus null Homeoffice-Tagen ausschließlich Homeoffice-Tage. Das kam doch überraschender und schneller als ich gedacht hätte – auch für meinen Schreibtisch… Meine erste Amtshandlung widmete ich deswegen zunächst einmal meinem aus Uni-Zeiten mehr oder weniger benutzten Schreibtisch…

Das Foto zeigt Christin im Homeoffice
Von Null Homeoffice-Tagen auf jeden Tag Homeoffice

Das lohnenswerte Ergebnis: Jetzt ist er aufgeräumt, entstaubt und alles ist eingerichtet! Wie immer spannend, auf was man alles trifft, wenn man mal so richtig klar Schiff macht… Da ich nun unter der Woche die meiste Zeit des Tages an diesem Ort verbringe, ist mir ein schöner Arbeitsplatz wichtig. Mein heißer Tipp dafür: eine hübsche Pflanze oder frische Schnittblumen! Sie haben meine Arbeitsatmosphäre im Homeoffice definitiv aufgewertet und ich erfreue mich jedes Mal von neuem an der frühlingshaften Farbenpracht, wenn ich meinen Augen für einen kurzen Moment eine Auszeit vom „Auf-den-Bildschirm-schauen“ gönne.

Das Foto zeigt Christins Schreibtisch im Homeoffice
#blitzeblank – die Fenster spare ich mir noch auf! 😉

Neuer Lieblingskollege – Mein Golden Retriever Rüde Amigo

Gewundert haben, muss sich nicht nur mein Schreibtisch über die viele Aufmerksamkeit und ständige Gesellschaft, sondern auch mein 13-jähriger Golden Retriever Rüde Amigo. Er ist von jetzt auf gleich vom Hund zum Büro-Hund aufgestiegen – und das noch in seinem Alter!

Das Foto zeigt Christin und Hund Amigo bei der Arbeit
Amigo und ich @work!

Wenn man davon sprechen kann, dass es in diesen Krisenzeiten auch Gewinner gibt, dann ist Amigo einer davon. Er findet es klasse, dass jetzt immer alle Zuhause sind und dass es zwischen Mails schreiben und Videoanrufen immer mal eine Streicheleinheit im Vorbeigehen gibt! Auch meine Kollegen und Kolleginnen haben sich schnell an die zwischenzeitlich tiefen Schnarch-Geräusche im Hintergrund unserer Videoanrufe gewöhnt! Wenn Amigo gerade mal nicht schläft, macht er seinen zwischenzeitlich neuen Job als Büro-Hund wirklich einfach wunderbar:

Das Foto zeigt Hund Amigo bei der Arbeit
Amigo passt genau auf, dass ich meinen Job ordentlich mache! 😉

Dringend erwünscht: Gassirunden ohne Ausweichmanöver

In den Mittagspausen bringt er mich dazu, raus zu gehen und mich an der frischen Luft zu bewegen. Dies ist ein schöner und wichtiger Ausgleich für mich – besonders aktuell, da man ja fast nur noch zuhause, also drinnen, ist. Ich freue mich schon wieder sehr darauf, mit Amigo bedenkenlos Gassi gehen und die schönen Wege im Ruhrgebiet erkunden zu können – ohne Ausweichmanöver!

Das Foto zeigt Christins Hund Amigo an der Ruhr
Bald wieder unbeschwert und ohne Ausweichmanöver spazieren gehen… Darauf freue ich mich

Ronja: Einfach das Beste draus machen – Homeoffice in Corona-Zeiten

Seit nun vier Wochen bin ich komplett im Homeoffice, denn kurz nach dem Skiurlaub in Österreich hieß es „freiwillige Selbstisolation“. Zum Glück hatte ich vorher schon Homeoffice und konnte ganz normal weiterarbeiten. Dank Videocalls kann man mit den Kollegen verbunden bleiben und sich jeden Tag austauschen. Da ist die Isolation zum Glück doch nicht mehr so isolierend.

Das Foto zeigt ein Skigebiet mit Schnee und Bergen
Kontrastprogramm: Vom Skifahren direkt in die „freiwillige Selbstisolation“, dann doch ein kleiner Schock…

Warum ich Homeoffice super finde

Ich muss gestehen, ich stehe ziemlich auf Homeoffice und komme damit auch genauso gut klar, wie im Büro sitzen. Und abgesehen von der niedrigeren Spritrechnung genieße ich die viele Zeit, die ich als Pendlerin sonst nicht habe. In der Mittagspause ein kurzer Spaziergang zum nahegelegenen See (gerade jetzt, denn ich liebe den Frühling!), früher am Nachmittag Zeit für Sport oder ausgiebiges Kochen und mehr Zeit für Freunde und Familie. Wenn auch momentan nur digital. Schön finde ich auch, dass man in seiner Arbeiszeit einfach mal für ein paar Minuten auf den Balkon gehen kann.

Das Foto zeigt Ronja auf ihrem Balkon
Nicht für jedes Telefonat braucht man seinen Laptop – also raus an die frische Luft 🙂

Einfach mal keine Termine – auch ganz schön!

Neu für mich ist gerade, dass wir nun mit zwei Personen im Homeoffice sind und daher der ein oder andere Platzwechsel ansteht, wenn das Arbeitszimmer für einen längeren digitalen Termin gebraucht wird. Aber so hat man immer mal wieder verschiedene Blickwinkel, was auch ganz schön ist. 😊

Das Foto zeigt Ronjas Arbeitsplatz
Wenn das Arbeitszimmer mal belegt ist sitze ich hier am liebsten… Familie und Freunde immer im Blick 🙂

Homeoffice in Zeiten von Corona ist natürlich eine extremere Situation, aber ich versuche das Positive zu sehen und es zu genießen, mal gar keine Termine außerhalb des Jobs zu haben. Wollen wir heute das neue Gericht kochen / den Balkon bepflanzen / die neue Fitness-App ausprobieren? Nein? Na gut, dann eben Morgen, denn da haben wir ja auch Zeit dafür. Wenn man sich immer mal wieder was Neues vornimmt, kommt auch so schnell keine Langeweile auf. 😊

Und nach Corona?

Ich freue mich natürlich sehr auf die Zeit nach Corona. Vor allem natürlich auf meine Familie, die Freunde und auch die Kollegen. Aber auch, dass man wieder (möglichst) bedenkenlos Ausflüge unternehmen kann. Zu meinen Lieblingsorten, die von meinem Heimatort im Münsterland gut zu erreichen sind, gehören zum Beispiel die Halde Rheinpreussen oder der Landschaftspark Duisburg-Nord. Ich hoffe, wir können bald unseren nächsten Ausflug planen.

Das Bild zeigt die Halde Rheinpreussen im Abendlicht
Von der Halde Rheinpreussen hat mein einen der schönsten Ausblicke im Ruhrgebiet © RTG/Sejk

Was sind Eure Geschichten?

Zum Abschluss würde uns natürlich interessieren: Wie sieht es bei Euch aus? Arbeitet Ihr auch aus dem Homeoffice? Was tut Ihr, damit Euch die Decke nicht auf den Kopf fällt und v.a.: Auf was freut Ihr Euch nach Corona am meisten?

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Plötzlich im Homeoffice - Unsere Geschichten und worauf wir uns nach Corona im Ruhrgebiet am meisten freuen

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