von Gastautor / Thema: Erlebnis, Genuss / am 24. August 2017um10:15

Relaxen an (un)entdeckten Orten – Wiesenviertel und Kemnader See

Klein, aber fein, so sagt man doch… Genau das verspreche ich mir von meinem Besuch in Witten. Die Mission: coole, bekannte (trotz dessen irgendwie unentdeckte) Orte besuchen und Aktivitäten kennenlernen. Nach ein wenig Recherche am Tag zuvor bin ich gewappnet für meinen Ausflug.

Alternatives Wiesenviertel in Witten

Erster Stopp, das Wiesenviertel in Witten. Ich muss gestehen, ich habe vorher noch nichts von diesem Ort gehört, doch es klingt sehr vielversprechend. Wo kleine, sich aneinander reihende Cafés und Restaurants, kontrastreiche moderne und Gründerzeit-Architektur und viele grüne Spots zu finden sind, da bin ich fündig geworden…

Schon das „Tor“ zum Viertel hält, was es verspricht. Ein schön angelegter Brunnen inmitten eines kleinen Platzes, umgeben von alten, riesigen Bäumen. Hier kann man sich perfekt erholen oder gemeinsam mit Nachbarn und Freunden den Tag ausklingen lassen. Das große Plakat, das vor dem Platz gespannt ist, verrät mir, dass ich genau richtig bin. In ulkiger Schrift zeigt es mir den Eingang zum Wiesenviertel und aktuelle Termine des Tummelmarkts, doch dazu gleich mehr.

Das Foto zeigt das Wiesenviertel in Witten

Das Wiesenviertel in Witten – ein Plätzchen zum Verweilen

Auf Erkundung und Rundgang

Los geht es mit meiner Rundtour im Viertel. Gelegen zwischen dem Hauptbahnhof Witten und der Haupteinkaufsstraße in der Innenstadt bietet es einen einzigartigen Kontrast zu bereits bekannten Restaurants und Läden. Auf einer langen Straße reihen sich die kleinen Cafés, Restaurants und Bars aneinander – eins davon unterschiedlicher als das andere. Ob modern und reduziert eingerichtet oder im Antik-Look, die Stile sind so vielfältig, wie auch die Zusammensetzung des Viertels. In den Parallelstraßen finde ich kleine Lädchen mit Krimskrams oder außergewöhnlichen Klamotten neben verschiedensten Häuserfassaden. Besonders gefällt mir der Mix aus allem – egal, ob eher modernes oder altertümliches, Ihr werdet hier ganz sicher fündig. Gemütlich schlendere ich die Straßen entlang und genieße den Schatten unter den großen Bäumen (puh, heute ist es wirklich warm), bis ich auf den Humboldtplatz stoße…

Tummelmarkt zum Stöbern und Finden

Eine Sache leider vorweg: Der Markt findet an mehreren Wochenenden des Jahres, zumeist samstags statt, und es ist Freitag. Natürlich etwas blöd gelaufen, aber ich kann mir die Atmosphäre des Marktes durch den Ausblick schon gut vorstellen: gemütliches Feeling, Suchen und Finden zwischen Vintage, Second-Hand und Selbstgemachten und außergewöhnliches Street-Food mit erfrischenden Getränken genießen. Auch ein Blick auf die Homepage des Markts bestätigt mir meine Vermutung. Gemütliche Sitzecken werden bereitgestellt, Musik ertönt aus allen Ecken, ein Treffpunkt für Jung und Alt inmitten der entspannten Stimmung vom Wiesenviertel. Ich weiß schon jetzt, beim nächsten Tummelmarkt werde ich mit dabei sein.

Entspannung einfach gemacht im Wiesenviertel

Ich habe Hunger und die Qual der Wahl! Nach langem hin und her laufen und durchstöbern der Speisekarten, fällt meine Entscheidung auf das Knut’s im Herzen vom Wiesenviertel. Ein, wie ich finde, unglaublich facettenreiches Restaurant, oder doch eher Café, Moment – eine Kneipe? Was man auch in dem Augenblick braucht, das Knut’s hat es: Leckeres Frühstück, erfrischende Limonaden, Drinks, stetig wechselnder Mittagstisch, einfach alles. Ich entscheide mich für eine leckere Zitronen-Limonade und die asiatischen Nudeln mit Hühnchen. Einfach ein Traum. PS: Auf der Speisekarte steht auch ein super leckerer Pulled Pork Burger!

Entspannt sitze ich im Hinterhof vom Knut’s, genieße die Sonnenstrahlen und natürlich mein Essen. Obwohl ich mich mitten in der Innenstadt befinde, ist es unglaublich ruhig hier zwischen den kleinen, gemütlichen Tischen und den Bäumen, dekoriert mit Lampions und Fähnchen. Fast fühle ich mich wie in einem hippen Szene-Restaurant in der Großstadt. (Kleiner Insider-Tipp: Das Café ist Anlaufpunkt für viele Studenten, die entweder in Ruhe lernen oder in der Gruppe in cooler Atmosphäre mit leckeren Drinks arbeiten möchten.)

Von Szene zu See

Mich zieht es nun etwas weiter außerhalb des Stadtzentrums, um genau zu sein, an die Stadtgrenze Bochum/Witten, denn hier liegt der Kemnader See. Öde denkt ihr Euch? Kennt doch schon jeder? Das stimmt nicht so ganz! Gerade im Sommer finde ich den Kemnader See ideal, um nach der Arbeit, Uni oder Schule etwas frische Luft zu schnappen, endlich mal wieder eine Runde Fahrrad oder Inliner zu fahren oder einfach nur ein wenig zu schlendern und genießen.

Das Bild zeigt Schafe am Ufer des Kemnader Sees

Schafe und Treetboote am idyllischen Kemnader See

Der Sommer ruft

Schon immer wollte ich dort einmal hin, aber nie habe ich es zeitlich geschafft… Was ich meine? Das StrandDeck am Kemnader See – ein bisschen Urlaubs- und Südsee-Feeling für Jedermann. Deswegen wage ich den Sprung über die Stadtgrenze, rüber nach Bochum, denn dort liegt die Tropenoase. Der Eingang mit Holzplanken führt mich auf den goldenen Sand, umgeben von riesigen grünen Palmen, die von Leuchtstrahlern abends romantisch beleuchtet werden und Strand-Feeling versprühen… Um mich herum bunte Liegestühle, Lounge-Ecken für Pärchen, Familien und Freunde und gemütliche Sitzmöglichkeiten mitten im Sand. Die Strandbar wirbt schon mit ausgefallenen Cocktails und Getränken und auch leckeren Snacks und Speisen. Wer jetzt Lust hat, Beachsounds zu lauschen, Sandburgen zu buddeln oder einfach nur ein paar Sonnenstrahlen einzufangen, ist definitiv richtig aufgehoben. Auch cool: die Beachvolleyball Anlage nebenan! Plätze müssen vorreserviert werden, doch dann kann das Turnier unter Freunden oder sogar Arbeitskollegen starten.

Die Collage zeigt die Palmenlandschaft auf dem StrandDeck und die große Bar.

Tropenfeeling auf dem StrandDeck inklusive Cocktail Bar

Entspannung für Alle

Wer seinen Strandurlaub schon hinter sich hat, kann natürlich auch noch weitere Aktivitäten am Kemnader See testen. Abgesehen von der Veranstaltung „Kemnade in Flammen“ kann man noch viel mehr erleben. Weiter geht es also zum Bootsanleger. Ich entscheide mich spontan für den kitschigen, aber super coolen Schwan – mein Tretboot für die nächste Stunde. Und ab geht‘s! Gemütlich schippere ich den kompletten See entlang, denn mit dem Boot darf ich wirklich überall hinfahren. Ich genieße die um mich herum treibenden Enten und Schwäne und winke den Spaziergängern an Land zu. Was ein Leben… Wer etwas Herausforderndes braucht, kann sich auch ein Board schnappen und beim Stand-Up Paddling voll auf seine Kosten kommen. Es steht schon auf der Liste für meinen nächsten Besuch.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig für Euren nächsten Besuch in Witten inspirieren, denn gerade die kleinen Orte und (un)bekannten Aktivitäten bergen meist die coolsten und spannendsten Erfahrungen.

Gastautorin: Ein Artikel von Larissa Lammering, die von Juni bis August 2017 das Online Marketing Team der Ruhr Tourismus als Praktikantin unterstützt hat.

Allgemeine Informationen

Witten

Mehr zu Witten bei Ruhr Tourismus
Website: www.stadtmarketing-witten.de
Facebook: www.facebook.com/StadtmarketingWittenGmbH

Witten Wiesenviertel
Wiesenstraße
Nähe der Wittener Innenstadt

Knut’s
Wiesenstraße 25
58452 Witten

StrandDeck Kemnader See
Blumenau 7A
(Hafen Heveney)
44801 Bochum



Gastautor Ein Artikel von

Hier berichten unsere Praktikanten und Aushilfen, die uns bei Ruhr Tourismus drei bis sechs Monate im Pressebereich oder Onlinemarketing unterstützt haben, über ihre Erlebnisse im Ruhrgebiet.

4 Reaktionen (4 Kommentare)
  • Tinderella schrieb am 17. Januar 2018:

    Witten ist im Frühjah Sommer und Herbst eine wunderbare Stadt. Der weitläufige Stadtpark der zum Waldgebiet Hohenstein führt ist nur eine Steinwurf von der City entfernt, oben angekommen wird man am Bergerdenkmal mit einer fantastischen Aussicht auf das Ruhrtal, ziemlich einmalig, belohnt. Die Stadt ist
    klein und man kommt ruck zuck überall hin – auch dank Straßenbahn. Ein bisschen Kultur und Historie – z.B. das wunderschöne Haus Witten oder der Helenenturm, sind eine Besichtigung wert. Am Helenenberg kann man wiederum ein Panorama genießen und die ganze Stadt überblicken. Sowas hat nur Witten, denn es ist eine Stadt im Tal umgeben von Hügeln und den Ausläufern des Ardeygebirges, es gilt auch als Tor zum Sauerland. Ich kann Witten jedem empfehlen, ist immer für einen Ausflug gut. 🙂

  • Dirk Diggler schrieb am 18. Oktober 2017:

    Und Dank diesem und ähnlicher , hochwertiger Artikel mit knallhartem Insider-Wissen, gibt es zum Amusement für Wittener eine neue Besucherform – die VerWI(rr)TTos – mittelalte Päärchen mit Pandasyndrom in gleichfarbigen Fjällräven-Jacken, welche verstrahlt die Wiesenstraße runter torkeln, mit starrem Blick auf ihr I-Phone, und gen Himmel gewandt, auf der Suche nach Sinn, und dem Flair von Paris und Berlin…. Hutladen, Cunt`s , Springbrunnen dauert auch mit Fussschaden ca 10 Minuten. Respekt ! Die Weitgereisteten kamen dafür bis jetzt aus Köln – Beileid an dieser Stelle, und Sorry, wir Wittener hätten sie nie so angelogen ! Man darf gespannt sein auf die nächsten , heißen Insidertips . Star Light Excess ? Centro Oberhausen ? Bergbaumuseum ??? Echt !

  • Katalina
    Katalina schrieb am 29. August 2017:

    Lieber Julius,
    dann wird es ja Zeit. Das Knuts und auch der Rest von Larissas Witten-Tipps sind sehr zu empfehlen!
    Liebe Grüße
    Katalina

  • Julius schrieb am 29. August 2017:

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich so gut wie nie in Witten bin. Vor allem das Knuts sieht ja bombe aus 😀


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