„Biste richtig down – Brauchste wat zu kau’n ‚ – Ne Currywurst“ – vor allem vor oder nach ’nem Fußballspiel!

31. Mai 2024

Was nicht passt, wird auch nicht passend gemacht!

Als ich noch jung war und mir in den Neunzigern vom Fernsehen das Leben beibringen ließ, lehrte mich die Jugendserie „Dawson‘s Creek“ Folgendes: „It’s not about the perfect setting and it’s not about the perfect timing – it’s about the perfect person.“ Ich habe das beherzigt und eine fantastische Frau geheiratet, aber auf meinen Plan, Currywürste zu testen, lässt sich die „Dawson’s Creek“-Formel nur zum Teil übertragen.

Service megafreundlich & absolut stadionnah – das Gourmet-Stäbchen in Dortmund

Denn was bringt es dem Fußball-Fan, wenn das Herz blau-weiß schlägt und man umringt von Schwarz-gelben ist? Dann ist es egal, wie der Curry-Knüppel schmeckt. Natürlich kommt es auf die Komposition an, Wurst und Umgebung müssen zueinander passen wie die Onkel Kalli zu Tante Anneliese.

Heldenhafte Komposition in Stadionnähe

Der Klassiker in Dortmund ist seit 2003 das „Pommes Rot-Weiss“, das im Gründungshaus der Borussia zuhause ist und „ein wenig an den Wartesaal eines Kleinstadt-Bahnhofs“ erinnert, wie die Ruhr-Nachrichten einst attestierten. Für die besondere Optik empfiehlt sich ein anderer Ort, das „Gourmet-Stäbchen“ in der Mittelstraße 1, rund zwanzig Fußminuten vom Signal-Iduna-Park entfernt.

Schmackofatz – und extra schön angerichtet

Einzigartig macht den Laden das riesige BVB-Graffito, das die Häuserfassade ziert und das „irgendwann während der Corona-Zeit“ angefertigt wurde, wie mir Vijitha Jeyakaran erzählt. Ihrem Mann Kanniah gehört das „Gourmet-Stäbchen“. Das Pärchen ist mit seiner Freundlichkeit für den Imbiss mindestens ein genauso guter Werbeträger wie das Graffito, denn die beiden erwecken den Eindruck. dass auf der Welt nichts glücklicher macht als Pommes zu frittieren und Bratwürste zu grillen. Die Borussia steht aber nicht nur außen dran, auch im Imbiss strahlen die Helden des BVB auf zahlreichen Bildern.

Wunderschön anzusehen & einfach „echte Liebe“

Blau-weiße Ode an die Wurst der Würste

Klein und fein ist auch das Schalker Pendant: „Curry Heinz“ ist keine zwei Kilometer von der VELTINS-Arena entfernt. Wie beim Erzrivalen mit „Pommes Rot-Weiss“ hätte es auch auf Schalke mit „Charly’s Schalker“ eine bekannte Alternative gegeben, aber der Laden unweit des Stadions strotz nur so vor eigenen Meriten: Die Wurst wurde 2010 zur „besten Currywurst Deutschlands“ gewählt, Promis wie Udo Lindenberg haben hier schon gegessen und spätestens seit der TV-Show „Die leckerste Idee Deutschlands“ kennt man Carsten Heinz Richter auch über die Stadtgrenze hinaus.

Unschwer zu erkennen: Carsten ist Schalker

Er ist das Gesicht von „Curry Heinz“, seit er sich 2008 seinen Traum von der eigenen Currywurst-Bude realisiert hat. Carsten Richter hat aber nicht nur ein Händchen für außergewöhnliche Ideen (wie die einer Curry Streich Wurst fürs Brot oder der „Curry Locke“, einer Art Wurst-Döner), sondern auch für das besondere Ambiente. Den Imbiss in der Theodor-Otte-Straße zieren Devotionalien aus dem Bereich des Bergbaus und von dem Verein, der um die Ecke sein Zuhause hat: Den FC Schalke 04. Gemeinsam mit den rustikalen Tischen und den alten Vitrinen ist das „Curry Heinz“ nicht nur kulinarisch besuchenswert, insbesondere dann, wenn die „Knappen“ Heimspieltag haben, soll es hier rappelvoll sein.

Promis von A-Z und nach Spielen rappelvoll – die Bude von Curry Heinz

 

Sieht einfach köstlich aus!

Zwar kein „Ritterschmaus“, aber eine „echte“ Dönninghaus

So geht es auch der Ritterburg an der Castroper Straße in Bochum, die aber auch bei Auswärtsspielen des VfL gut besucht ist, weil in der Ritterburg Fußball gezeigt wird. Das ist nicht der einzige Unterschied zum „Gourmet Stäbchen“ und zum „Curry Heinz“, die Ritterburg ist kein Imbiss, sondern eine richtige Kneipe mit TV-Anbindung. Durch die Weitläufigkeit kommt sie hinsichtlich der Gemütlichkeit nicht an die beiden genannten Konkurrenten aus Dortmund und Gelsenkirchen heran, ihre Einzigartigkeit und ihr besonderes Flair erlangt sie einerseits durch die Nähe zum Ruhrstadion, das nur zwei Gehminuten entfernt liegt, andererseits durch den legendären Biergarten. Legendär und typisch Bochum ist auch die Bratwurst, die in der Ritterburg serviert wird: Die Echte von Dönninghaus.

Die „Echte“ mit Pommes-Mayo in der Ritterburg

Currywurst ohne Fanbezug gibt’s auch!

Neben dem fanbezogenen Currywurst-Support für Bochumer, Schalker und Dortmunder gibt es noch die Universalwaffe für Anhängerinnen und Anhänger jedweder Couleur: Die 11 Freunde-Bar in Essen-Rüttenscheid zeichnet aus, dass man seine Vereinsliebe offen ausleben und zeigen kann, ohne Gefahr zu laufen, beim Torjubel gleich einen Leberhaken gesetzt zu bekommen. Die Wandbehängung in der Kunigundastraße ist daher nicht nur auf einen Klub ausgerichtet und erinnert eher an ein Fußball-Museum, das von besseren Zeit erzählt.

Um Zweifel und Ängste abzubauen: In allen genannten Frittentempeln hat man nicht nur Wert auf die Optik der Lokalität gelegt. Geschmäcker sind verschieden und in jedem der vier Läden schmeckt es anders, aber: Es schmeckt. Und damit zur wichtigsten Lebensweisheit zu kommen: Man isst nur mit dem Herzen gut.

Pommes Rot-Weiß
Oesterholzstraße 60
44145 Dortmund

Imbiss Gourmet Stäbchen
Mittelstraße 1
44139 Dortmund

Curry Heinz Imbiss
Theodor-Otte-Straße 81B
45897 Gelsenkirchen

Ritterburg
Castroper Str. 177
44791 Bochum

11 Freunde – die Bar
Kunigundastraße 27
45131 Essen

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