von Sandra | 18. März 2021 | KATEGORIEN Genuss | 0 Kommentare

Wie sehr habe ich mich auf diesen Artikel gefreut, für den ich wieder ganz uneigennützig ein paar besondere Currywurst-Spots für Euch besuche. Nachdem ich vor einiger Zeit bereits die neuesten Currywursttrends abgeklappert hatte, habe ich nämlich noch ein paar weitere entdeckt. Die Currywurst-am-Spieß, die Lowcarb-Currywurst und der Klassiker von Dönninghaus bekommen starke Konkurrenz. Euch läuft noch nicht das Wasser im Mund zusammen? Das ändern wir jetzt!

Nummer 1: Der Döner (Currylocken von Curry Heinz in Gelsenkirchen)

Das Foto zeigt ein Schalke Trikot beim Curry Heinz in Gelsenkirchen
Curry Heinz – Die Nummer 1!

Welch ein Foto-Textübergang! Ich starte direkt mit der „Nummer 1“ meiner Vorstellungen – und zwar einer recht außergewöhnlichen Kreation: Die Currywurst als Döner. Offiziell nennt man sie Currylocken und es gibt sie bei Curry Heinz in Gelsenkirchen-Buer, nahe der Schalke-Arena. Bereits von weitem erblicke ich das Pommes-Graffiti über dem Imbiss und ein herzliches „Hömma!“ Wat is dat schööön hia!“ begrüßt mich.

Das Foto zeigt Sandra mit Carsten, dem Chef im Curry Heinz in Gelsenkirchen
Carsten vom Curry Heinz in Gelsenkirchen hat die Currywurst mal ganz neu interpretiert.

Der Name Currylocke erklärt eigentlich auch schon, worum es sich hier handelt. Die Bratwurst wird in Spiralen geschnitten, sodass Locken entstehen. Optisch ist das schon einmal den Kalbsfleischstreifen ähnlich, die man im klassischen Döner findet. Auch die weitere Verarbeitung gleicht der eines Döners, denn auch Fladenbrot und Kraut gehören dazu. Anders wird es bei der Sauce: Hat man im türkischen Imbiss meist die Wahl zwischen weißer oder roter Sauce, werden die Currylocken bei Curry Heinz mit der typischen Currysauce veredelt.

Das Foto zeigt den Currywurst Döner beim Curry Heinz in Gelsenkirchen
Man sieht es kaum, aber das hier ist kein normaler Döner, sondern tatsächlich eine Currywurst

Ich will mich jetzt nicht als Trendgourmet betiteln, aber ich esse meinen Döner tatsächlich schon seit Jahren, zusätzlich zur weißen Sauce auch mit Currysauce (wenn der Imbiss ebenfalls Currywurst im Angebot hat). Also war es nicht verwunderlich, dass mir die Currylocken richtig gut schmecken! Currysauce in Kombi mit Kraut und Fladenbrot mag ich ja also eh schon, aber die Bratwurst macht hier noch einmal einen ganz eigenen Geschmack aus. Man schmeckt sie auf jeden Fall heraus, aber es ist trotzdem harmonisch und wirklich gelungen! Die Currysauce ist natürlich hausgemacht und auch „für Zuhaus‘ gemacht“.

Körriwurst für zuhause

Neben den Currylocken könnt Ihr Euch nämlich auch mit Körriwurst für zuhause eindecken. Die gibt’s hier (und übrigens mittlerweile auch schon in ausgesuchten Supermärkten) in der praktischen Dose, die sogar einem Grill standhalten soll! Und da man auf einem Bein bekanntlich nicht gut stehen kann, sind direkt zwei Würste in jeder Dose. Spoiler: Neben der Körriwurst tüftelt Besitzer Carsten derzeit an eigenen Gewürzmischungen, die Ihr bald ebenfalls für zuhause erwerben könnt.

Nummer 2: Die Schärfste („Die Currywurst“ aus Wanne-Eickel)

Also hier merkt man alleine schon am Namen (und der Internetdomain ? ), dass dieser Imbiss bereits sehr lange besteht. Seit 1994 werden bei „Die Currywurst“ in Wanne-Eickel Currywürste verkauft und das immer erfolgreicher. Googelt man „Currywurst scharf“ oder sogar „die schärfte Currywurst“ ist der erste Treffer immer diecurrywurst.com.

Das Foto zeigt "Die Currywurst" in Wanne-Eickel
Bester Name: Die Currywurst! Ganz einfach!

Ich muss also unbedingt nach Herne. Stopp! Bereits nach wenigen Worten korrigiert Besitzer Gerd, dass ich mich hier nicht in Herne, sondern in Wanne-Eickel befinde! Diesen Namensunterschied kenne ich auch aus meiner eigenen Stadt, denn die kleine Gemeinde Kirchhellen wurde 1976 mit der Stadt Bottrop zusammengeschlossen. Viele Kirchhellener bestehen allerdings bis heute darauf, dass sie aus Kirchhellen und nicht Bottrop kommen. In Wanne-Eickel geschah dieser Zusammenschluss 1975 mit der Stadt Herne und das Traditionsbewusstsein scheint hier ähnlich wie in Kirchhellen zu sein. 😉

Auf meinem Weg zu „Die Currywurst“ fahre ich am Cranger-Tor vorbeige und muss sagen, dass ich diesen Ort das erste Mal so leer sehe! Hier findet nämlich normalerweise (vor Zeiten des Coronavirus) jährlich das größte Volksfest NRWs statt, die Cranger Kirmes.

Die schärfte Currywurst der Welt

Wer zuerst kommt, malt zuerst! Und da Gerd damals einfach schnell war und einer der ersten Imbisse war, der eine Currywurst verschärfte, ist er auch derjenige, den man zum Thema „scharfe Currywurst“ immer wieder in der Presse sieht. Seine zweite Domain lautet übrigens der-scharfmacher.com und unter dem Motto hat er schon in so manchem TV-Beitrag mitgewirkt.

Die Schärfegradskala geht hier übrigens von Stufe 3 – 10+ und es handelt sich dabei erst einmal um verschiedene Saucen (normal, normal nachgewürzt, scharfe Sauce, scharfe nachgewürzt usw.) bis man im Bereich der sogenannten „Die gnadenlos Scharfe“ angelangt ist. Hier wird es dann (zumindest für mich) gefährlich: je Stufe wird die „gnadenlos scharfe Sauce“ mit 6 Tropfen des Chili-Extrakts „Bombfire“ verschärft.

Eine neue Dimension von „scharf“

Ich konnte mir darunter nichts vorstellen, aber hier ein Vergleich: Tabasco hat 2.500 – 5.000 Scoville, die Bombfire Sauce hat 666.000 Scoville. Nichts für mich!!! Aber so leicht kann ich mich nicht aus der Affaire ziehen und Gerd reicht mir einen kleinen Holspiekser mit (laut seiner Aussage) „noch nicht mal“ einem Tropfen der Bombfire. Nun saugt das Holz ja auch noch ein wenig Sauce auf und ich schätze, dass ich einen viertel Tropfen der Sauce auf meine Zunge getupft habe: HILFE! Von dem kleinen Punkt, den die Sauce meine Zunge berührt hat, breitet sich diese Schärfe in Nullkommanix auf der gesamten Zunge aus. Sobald man schluckt geht das schöne Gefühl weiter den Rachen hinunter und es dauert locker 15 Minuten, bis alles wieder gut ist.

Das Foto zeigt Gerd von "Die Currywurst" in Wanne-Eickel
Gerd ist das Gesicht hinter „Die Currywurst“

Ich halte für mich fest: Das hier einmal im Jahr stattfindende Schärfe-Wettessen (unter Aufsicht von Rettungssanitätern :-O ) wird mich wohl niemals als Kandidatin sehen! Dabei werden alle Stufen nacheinander durchgegessen. Hut ab! Mir hat das kleine Schärfeerlebnis eben gereicht. Daher entscheide ich mich für die ganz normale Currywurst und die schmeckt einfach richtig gut. Mein Kollege Jochen war im vorletzten Jahr während einer Radtour durch Herne (und Wanne-Eickel! ? ) hier und hat sich an das „Currywurst Potpourri“ getraut. Hier bekommt Ihr vier kleine Portionen der verschiedenen Currywurstsaucen und könnt somit etwas in die schärferen Stufen reinschnuppern.

Hier geht’s nicht nur scharf, sondern auch süß

Ich persönlich stehe ja auf fiese Essenskombinationen und esse meine Pizza beispielsweise gerne auch mal mit Sauce Hollandaise und BBQ Sauce. Auch hier gibt es solch eine sehr gewöhnungsbedürftige Kreation, die ich richtig gut finde: Pommes mit Zimt und Zucker oder auch Pommes mit Nutella. Und wieso sollte das komisch schmecken: Reibekuchen gibt es bei mir zuhause auch in einer süßen Variante mit Apfelmus und Zimt und Zucker. Pommes sind, wenn man das Salz weglässt ?, auch nur Kartoffeln, die gezuckert ebenso gut schmecken. Also seid mutig und probiert hier einfach mal was Neues als Nachtisch zu Eurer Currywurst! Auch bei den Currysaucen könnt Ihr bei „Die Currywurst“ etwas experimentierfreudig sein: Saisonal wird hier Kürbis-, Erdbeer- oder Weihnachtscurrysauce angeboten. Warum nicht?!

Nummer 3: Die Vielfältige (HollyCurrywood in Bottrop)

Der jüngste Laden in meinem Currywurst-Check: Currywood hat erst 2017 eröffnet und ist seitdem in Bottrop zu finden. Was als erstes auffällt: Hier handelt es sich nicht um einen klassischen Imbiss, sondern schon fast ein schickes Lokal.

Das Currywood liegt nicht in der Innenstadt und wird daher von den meisten Besuchern bewusst angesteuert…so wie von mir, denn es befindet sich tatsächlich in meiner erweiterten Nachbarschaft. Innen stilvoll modern und außen in der kleinen Lounge richtig gemütlich. Auch ich habe in dieser Lounge im Sommer schon gesessen und meine Homeoffice Mittagspause hierhin verlegt.

Das Foto zeigt Sandra mit Currywurst im Currywood in Bottrop
Auch innen ein schönes Ambiente, das Currywood ist eben keine einfache Pommesbude!

Nur für Entscheidungsfreudige: Die vielen Varianten

„Nur eine Currywurst“ solltet Ihr im Currywood nicht bestellen, denn dafür gibt es einfach zu viele Auswahlmöglichkeiten. Als erstes sucht Ihr Euch eine Wurstsorte aus. Neben der normalen Bratwurst (Schwein, Geflügel oder Veggie) warten Chili, Knoblauch, Käse-Zwiebel und Käse-Speck auf Euch. Die selbstgemachte Currysauce könnt Ihr dann mit verschiedenen Currys toppen und zwar:

  • Purple Curry (sehr mild und fruchtig mit hohem Hibiskusanteil)
  • Mumbai Curry (mild mit hohem Vanilleanteil)
  • Jaipur Curry (mittelscharf, kräftig gelb mit hohem Zitronengrasanteil)
  • Anapurna Curry (mittelscharf, mittlere Röstung mit hohem Ingwer- und Knoblauchanteil)
  • Drachenfaust (das schärfte Curry)

Wir wollen aber auch die Beilage nicht vernachlässigen! Also geht’s hier weiter mit den Dips zu den Pommes (wahlweise als normale oder Süßkartoffelpommes):

  • Limetten Mayo (mein Favorit, schmeckt leicht nach Capirinha ?)
  • Country Dip (mild, Paprika, Meerzalz, Rohrzucker und Oregano)
  • Fleur de Sel Dip (mild, Fleur de Sel, Zwiebeln, Knoblauch und Dill)
  • Harissa Spicy (Chili, Peperoni, Paprika und Kreuzkümmel)
  • Arrabiata Spicy (Chili, Knoblauch, Paprika und Petersilie)

Ich habe die normale Bratwurst und die Käse-Speck Wurst probiert und habe außerdem alle Dips durchgetestet. ? Mein Favorit ist die Limetten Mayo, deren Geschmack an einen Caipirinha erinnert. Passt nicht zu Pommes? Oh doch! Probiert es mal aus. Auch die anderen Dips sind super: Harissa Spicy fand ich besonders toll. Probiert Euch einfach mal durch, denn mit fairen 80 Cent pro Dip darf man sich gerne mal ein paar mehr gönnen.

Für zuhause: Mein Currywurst-Rezept

Wer etwas Ruhrpottfeeling für zuhause möchte, kann auch einfach mal selbst Handanlegen. Ich hab‘ da mal was vorbereitet ? und Ihr könnt es ja bei Euch nachkochen.

Neben den Bratwürstchen benötigt Ihr für meine einfache Version der Currywurst nur wenige Zutaten und trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Das Foto zeigt Sandras selbstgemachte Currywurst
Meine selbstgemachte Currywurst, einfach und lecker!

Bei Currysaucen gehen die Geschmäcker ja etwas auseinander. Die einen mögen lieber eine tomatige Sauce, die anderen eher eine, die an Gewürzketchup erinnert. Ich persönlich bevorzuge die tomatige Variante, weshalb ich als Basis Tomatenketchup nehme. Das Rezept funktioniert allerdings auch mit Gewürzketchup (den man allerdings später stark rausschmeckt).

Currywurst Rezept zum Nachkochen
Mein Currywurst-Rezept für Euch zum Nachkochen

Fazit meines zweiten Checks: Currywurst muss nicht Standard sein!

Natürlich gibt es die Currywurst an jeder Ecke, aber ich habe gelernt, dass sie nicht immer gleich sein muss. Zusammen mit meinem ersten Currywurst-Check habt Ihr nun sechs völlig verschiedene Currywurst-Varianten kennengelernt und zusätzlich lege ich Euch noch Johannas Artikel „Currywurst meets Sterneküche im Profi-Grill in Wattenscheid“ ans Herz! Eine besonders tolle Entwicklung finde ich übrigens, dass alle Imbisse auch vegetarische oder sogar vegane Alternativen anbieten, sodass jeder auf seine Kosten kommt. Kennt Ihr denn noch weitere besondere Kreationen? Dann her mit Euren Tipps, denn mein Currywurst-Horizont hat noch Platz für Mehr! 😉

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Die neusten Currywurst Trends im Ruhrgebiet

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Die Currywursttrends

Curry Heinz
Theodor-Otte-Str. 81b
45897 Gelsenkirchen
www.facebook.com/curry.heinz

Die Currywurst
Heidstraße 28
44649 Herne
www.diecurrywurst.com
www.facebook.com/DieCurrywurst

Currywood
Gladbecker Str. 283
46240 Bottrop
www.facebook.com/Currywood-283031158770746

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