von Jochen | 14. Mai 2020 | KATEGORIEN Rad | 0 Kommentare

Mit dem Fahrrad raus an die frische Luft – das gehört für mich einfach zu einem perfekten Wochenende dazu. In der aktuellen Corona-Krise hat das Radfahren als Freizeitsport nochmal bei vielen an Beliebtheit gewonnen. Eigentlich ist das ja total toll, nur leider wird es an manchen Orten einfach schon viel zu voll. Einen passenden Abstand zu halten, ist da nicht immer so einfach. Dabei muss es doch gar nicht immer die Tour rund um den Baldeneysee sein. Das Ruhrgebiet hat so viele Möglichkeiten, dass man sich auch jetzt noch gut aus dem Weg gehen – oder radeln 😉 – kann. Wir müssen halt nur wieder ein klein wenig zum Entdecker werden…

DAs Bild zeigt das Naturschutzgebiet Alte Körne
Sich einfach einmal auf unbekannte Pfade begeben

Wenn für Euch perfekter Asphalt nicht zwingend zu einer spannenden Radtour dazugehört und Ihr mit kleineren Einschränkungen leben könnt, dann begebt Euch doch einfach mal auf unbekannte Pfade. Touren abseits des Knotenpunktsystems sind häufig nicht so überlaufen. Ja, manchmal fällt man auch mal auf die Nase, aber meistens findet man dafür kleine Perlen für Radler. Bei meiner Recherche für unsere neuen Entdeckertouren bin ich so auf diese tolle Rundtour durch den Kreis Unna gestoßen – und ich bin schwer begeistert!

Tourenplanung für Entdecker

Wer neue Wege für sich erkunden will, kann natürlich auf bestehende Tourentipps von anderen zurückgreifen. Spannend ist es auch, sich einfach mal auf den Drahtesel zu setzen und loszuradeln. Letzteres bedeutet aber meistens auch einige Rückschläge auf der Tour. Ich selber schaue gerne vorab auf Komoot nach Passagen, die von anderen Radlern empfohlen wurden. Diese Streckenabschnitte verknüpfe ich dann zu einer Rundtour. Manchmal steht man dann vor Ort vor unerwarteten Problemen, aber meistens klappt das doch richtig gut.

Meine Entdeckertour im Kreis Unna

Mein heutiger Tourentipp für Euch startet an der Zeche Gneisenau im Dortmunder Nord-Osten. Ich bin unterwegs mit meinem Kollegen Pascal und wir sind beide gleich begeistert von den richtig schönen Zechentürmen.

Das Bild zeigt die Zeche Gneisenau in Dortmund
Los geht´s an der Zeche Gneisenau in Dortmund

Zunächst geht es nach Süden über kleinere Stadtstraßen am Rande von Scharnhorst vorbei. Den Schlenker zur ehemaligen Zeche Scharnhorst habe ich für Euch wieder rausgenommen, denn vor Ort sieht man außer einer Infotafel nicht so viel. Am Dahlwiesenbach wird es dann gleich idyllisch und wir radeln über einen guten Radweg Richtung Osten.

Das Naturschutzgebiet Alte Körne

Mit jeder Pedalumdrehung wird es tatsächlich immer besser. Plötzlich stehen wir mitten in einem Waldgebiet und sind komplett überrascht, wie schön es hier für Radler ist.

Am Wegesrand stehen immer wieder Infotafeln, die vor allem für Familien sehr interessant sind. Die Schilder erklären sehr anschaulich die Natur, ein richtig toller Lehrpfad. Wir radeln weiter und sind begeistert, dass gefühlt alle 500 Meter ein anderes Landschaftsbild vor unsere Augen tritt. Mal sind es Felder, dann ein Tümpel, wieder dichter Wald… Mehr Abwechslung geht nicht!

Das Bild zeigt das Waldlehrpfad mit vielen Infotafeln
Der Waldlehrpfad mit vielen Infotafeln

Schließlich erreichen wir den Dortmunder Stadtteil Kurl. Nach einem kurzen Stück an der Straße, geht es schnell wieder weiter entlang der Körne. Wer die Tour etwas kürzer halten will, kann die Körne einfach weiterradeln. Wir entscheiden uns jedoch für einen kurzen Schlenker nach Süden. Wir passieren das Naturschutzgebiet Wickeder Ostholz, bevor es entlang der Bahntrasse zum nächsten Uferweg geht. Am Reckerdingsgraben genießen wir wieder das entspannte Radeln, ebenso wie wenig später entlang der Körne. Am Wegesrand stehen immer wieder kleinere Kunstwerke und die Natur bietet viele Möglichkeiten zum Durchatmen… Herrlich!

DAs Bild zeigt das Naturschutzgebiet Alte Körne
Naturidylle an der Körne

Der Sesekeweg

Schließlich mündet die Körne in die Seseke und wir fahren vor der großen Kläranlage kurz den Abstecher zur Pixelröhre. Das Kunstwerk steht direkt am schön gestalteten Mündungsdelta und ist einfach ein tolles Fotomotiv. Auch das Kunstwerk „Jetzt“ bietet sich perfekt an, um ein wirklich außergewöhnliches Foto zu machen.

Das Bild zeigt das Kunstwerk „Jetzt“ in Kamen
Das Kunstwerk „Jetzt“ in Kamen, © Dennis Stratmann

Wir folgen dem Sesekeweg flussabwärts. Während wir an der Seseke kaum Leute gesehen haben, wird es am Seepark Horstmar in Lünen plötzlich voll. Wir sind an einem sehr beliebten Ort und natürlich muss man hier mit besonders viel Rücksicht fahren und auf den passenden Abstand achten. Zum Glück sind es nur wenige hundert Meter.

Das Bild zeigt den Seepark Horstmar in Lünen
Der Seepark Horstmar in Lünen

Im nahegelegenen Preußenhafen sieht es nicht anders aus. Am Imbiss bekommen wir eine leckere Currywurst, aber auch hier müssen wir auf den Abstand Acht geben. Aber es gibt auch viele Flächen, auf die wir für ein kleines Päusken ausweichen können.

Das Bild zeigt eine Currywurst
Gehört einfach zu jeder guten Radtour dazu: ne leckere Currywurst

Der Rückweg

Nach der Stärkung folgt der Rückweg über die Gneisenautrasse. Der Radweg über die ehemalige Bahntrasse ist nicht ganz so gut ausgebaut, dafür aber auch bei Weitem nicht so stark frequentiert. Wir kommen zügig voran und gelangen schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt am Gelände der Zeche Gneisenau.

Fazit: ein klasse Rundweg auch für Familien

Pascal und ich sind beide überrascht, wie gut diese 40 Kilometer lange Runde wirklich war. Eine abwechslungsreiche Radtour, die sich auch für Familien mit Kindern sehr gut eignet. Natürlich trifft man immer wieder andere Leute, aber richtig voll ist es auf den Wegen nicht. Nur am Seepark sollte man etwas vorsichtiger sein. Die Tour ist nicht ausgeschildert, daher solltet Ihr eine gute Karte dabei haben oder besser ein Fahrradnavi am Lenker.

Noch mehr Entdeckertouren

Wir haben für Euch noch weitere Entdeckertouren zusammengestellt und wollen Euch so Alternativen zu den überlaufenen Hotspots geben. Schaut doch einfach mal durch die Tourenvorschläge, vielleicht ist ja die passende Runde für Euch dabei. Natürlich kann es auf jeder Tour auch mal kurzzeitig etwas voller werden. Aber auf den meisten Abschnitten sollte eher wenig los sein. Ich wünsche Euch wie immer viel Spaß beim Nachradeln und natürlich: bleibt gesund!

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Unbekannte Pfade erkunden

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Diese Tour: www.komoot.de/tour/180906719
Komoot: www.komoot.de/user/364933523302

Noch mehr Tourentipps für Entdecker: www.radrevier.ruhr/Entdeckertouren

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