von Gastautor / Thema: Erlebnis / am 12. April 2018um9:15

Mittelalterliches Flair im Ruhrgebiet – Meine Tipps für einen Tag in Hattingen

Denke ich ans Ruhrgebiet fallen mir als erstes Städte wie Dortmund oder Bochum ein. Aber auch das Städtchen Hattingen gehört zum Pott und ist unbedingt einen Besuch wert, denn die abwechslungsreiche Nachbarstadt von Bochum hat einiges zu bieten! Ich nehme Euch heute mit und verrate Euch meine Tipps für einen Tag in Hattingen.

Schiefe Häuser und verwinkelte Gassen  

Meine Tour beginnt in der hübschen Altstadt von Hattingen. Schiefe Häuser, verwinkelte Gassen, kleine Cafés und Antikläden schaffen hier eine ganz besondere Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann zieht. Das mittelalterliche Flair der Stadt mit all den Fachwerkhäusern schafft eine malerische Kulisse für außergewöhnliche Fotos. Da ich es liebe, zu fotografieren, genau das Richtige für mich!

Das Foto zeigt ein Blume und im Hintergrund Fachwerkhäuser

Der Frühling ist da in Hattingen!

Ich komme vorbei am alten Rathaus: Im gleichen Fachwerkhausstil wie die umliegenden Häuser wirkt es wirklich imposant. Mein Tipp: Schaut auch mal zur Weihnachtszeit vorbei. Dann verwandelt sich das Fachwerkhaus mit seinen vielen kleinen Fenstern in einen großen Adventskalender, bei dem Frau Holle jeden Tag ein neues „Türchen“ öffnet.

Oh du schönes Hattingen!

Als nächstes erblicke ich das sogenannte Bügeleisenhaus, das seinem Namen alle Ehre macht! Durch seine skurrile Form kommt es einem Bügeleisen wirklich ziemlich nah. Mittig der Altstadt führen Euch die kleinen Gassen auf den Kirchplatz. Ich laufe entlang eines ehemaligen Bauernhauses, denn nicht nur Handwerker und Kaufleute wohnten in Hattingen. Dank des guten Schutzes der Stadtmauern siedelten sich auch Bauern in der Stadt an, die liebevoll „Ackerbürger“ genannt wurden. Auf dem Kirchplatz angekommen, fallen mir sofort die sich nach innen neigenden Häuser auf, die den Platz umringen. Ein wirklich außergewöhnlicher Anblick. Hattingen zeigt mir wieder einmal, wie wie abwechslungsreich das Ruhrgebiet doch ist!

Schöne Aussichten von der Burg Blankenstein

Die Altstadt hatte schon einiges zu bieten, doch für mich geht es weiter in Richtung Stadtrand. Mein Ziel ist die Burg Blankenstein, eine kleine Burg, die schon seit dem 13. Jahrhundert dort steht. Von dem Parkplatz am Rande des Hügels geht es für mich die Stufen hinauf ins gleichnamige Dorf. Oben angekommen ist ein direkter Aufstieg zum 30 Meter hohen Turm möglich. Ich kann Euch sagen: Der Weg hat sich wirklich gelohnt! Von hier oben aus habt Ihr einen weiten Ausblick über die umliegende Landschaft. Gleichzeitig sind auch ehemalige Gasspeicher und Skulpturen der Halden im Ruhrgebiet von hier aus erkennbar. Mir wird  mal wieder deutlich, wie schön grün das Ruhrgebiet doch ist. Bevor ich mich auf den Weg zurück mache, atme ich noch einmal tief durch und genieße noch kurz die Aussicht. Wieder unten angekommen sehe ich wie im Hof der Burg große Zelte aufgebaut werden. Burg Blankenstein dient nämlich auch als Locations für Feste und Hochzeiten.

Das Foto zeigt die Aussicht von der Burg Blankenstein

Eine atemberaubende Aussicht vom Burgturm!

Auf den Spuren der Stadt in der Ruine Isenburg

Mein Weg führt mich noch etwas weiter aus der Stadt hinaus. Auf einer kleinen Anhöhe liegt hier die Ruine Isenburg. Hier heißt es wieder: Laufen. Etwa 20 Minuten geht es für mich den Weg hinauf. Doch die Anstrengungen haben sich wirklich wieder gelohnt. Viel ist zwar nicht mehr von der alten Burganlage übrig, doch gerade das macht es besonders. Man kann die Geschichte der Burg förmlich in den alten Gemäuern spüren. Ein weiterer Blickfang ist das alte Herrenhaus in der Mitte der Anlage, das sich trotz Restauration herrlich in die Umgebung und das Ambiente einfügt. Früher sollte es als Plattform für junge Künstler dienen, heute wird es aber als Museum genutzt.

Das Foto zeigt ein Herrenhaus der Ruinen Isenburg

Blickfang der Burganlage – Das Herrenhaus

Nachdem ich begeistert die Ruine betrachtet habe, lasse ich meinen Blick schweifen. Die Aussicht von hier oben ist wirklich beeindruckend. Auch hier zeigt sich wieder Natur pur, soweit das Auge reicht. Ich kann auch die Ruhrschleife entdecken, die sich durch die Landschaft zieht. Mein Weg geht wieder nach unten. Der Abstieg ist deutlich entspannter als der Aufstieg. Hier entlang führt auch der RuhrtalRadweg. Dass dieser Weg besonders beliebt ist, merkt man sofort. Viele Radfahrer kommen mir entgegen, aber auch Spaziergänger scheinen den Weg zu genießen. Auf der Ruhr sehe ich Gruppen, die Kanu fahren. Das werde ich bei meinem nächsten Besuch auch mal ausprobieren!

Das Foto zeigt eine Weg am Ruhrufer

Ein schöner Weg am Ruhrufer entlang

Ein Tag in Hattingen – Mein Fazit

Ein schöner Tag in Hattingen geht zu Ende. Meine Erlebnisse haben mir erneut gezeigt, wie vielseitig das Ruhrgebiet ist. Grüne Landschaften, Kulturgeschichte, besondere Architektur, Industriekultur und viele Überraschungen, die man auf den ersten Blick vielleicht nicht vermutet. Genau diese Vielfalt macht es hier so schön! Besonders das mittelalterliche Flair in Hattingen hat mir richtig gut gefallen. Ein Besuch ist also auf jeden Fall empfehlenswert!

Gastautorin: Ein Artikel von Katharina Michels, die von März bis September 2018 das Presseteam der Ruhr Tourismus als Aushilfe unterstützt. 

Allgemeine Informationen

Hattingen

Altstadt Hattingen
Kirchplatz
45525 Hattingen

Burg Blankenstein
Burgstraße 16
45527 Hattingen

Ruine Isenburg
Am Isenberg 2
45529 Hattingen



Gastautor Ein Artikel von

Hier berichten unsere Praktikanten und Aushilfen, die uns bei Ruhr Tourismus drei bis sechs Monate im Pressebereich oder Onlinemarketing unterstützt haben, über ihre Erlebnisse im Ruhrgebiet.

5 Reaktionen (5 Kommentare)
  • Lars Friedrich schrieb am 16. April 2018:

    Alles klar, aber ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Foto vor dem 30. April 2016 aufgenommen worden ist – an diesem Tag wurde das DISLIKE montiert.

    • Lars Friedrich schrieb am 17. April 2018:

      … und die neue Pflasterung vor dem Gebäude, die auf dem Bild zu sehen ist, wurde erst im Oktober 2016 fertiggestellt als das DISLIKE schon hing. Also kann das Foto nur nach Oktober 2016 gemacht worden sein (man sieht ja am Balken unten auch das Hinweisschild auf das Kunstwerk), wurde bearbeitet und ist als Fotodokument ein FAKE. Schade!

      • Katharina schrieb am 17. April 2018:

        Hallo Herr Friedrich,

        das Bild ist tatsächlich entstanden als das Kunstwerk schon hing. Habe bereits mit meiner Kollegin, Katalina gesprochen, die falsch informiert war.

        Allerdings habe ich mir die künstlerische Freiheit erlaubt, dies ein wenig zu bearbeiten. Da das Kunstwerk für mich nicht prägnant zum Gebäude gehörte und ich keine Verbindung dazu herstellen konnte, habe ich mir nichts bei der Bearbeitung gedacht. Viele Grüße.

  • Lars Friedrich schrieb am 16. April 2018:

    Warum haben Sie das Foto vom Bügeleisenhaus digital bearbeitet und das Kunstwerk von Stephan Marienfeld wegretuschiert?

    • Katalina
      Katalina schrieb am 16. April 2018:

      Hallo Herr Friedrich,
      das Foto ist zu einem Zeitpunkt entstanden, als es das Kunstwerk noch nicht gab. Wir schaffen es bei unseren Artikeln nicht immer die Dinge, über die wir schreiben, kurz vorher zu erleben. Herzliche Grüße!


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