von Heike | 17. Februar 2022 | KATEGORIEN Auf trallafitti, Erlebnis, Event | 2 Kommentare

Bochum & ich haben schon seit jeher eine enge Verbindung. Für mich als Hernerin war die Nachbarstadt immer ein Garant für gute Unterhaltung – so auch heute, am 22. Spieltag der 1. Fußballbundesliga und der Begegnung VfL Bochum gegen die Bayern. Das an ein Ticket für einen Stadionbesuch nicht zu denken war, hat unserer Erkundungsfreude keinen Dämpfer aufgesetzt, im Gegenteil: Meine Kollegin Melissa und ich organisieren uns die passende Spieltags-Atmo auch ohne das Spiel im Stadion zu sehen und hoffen auf ein Formtief der Bayern, das ist ja klar.

Aufwärmprogramm vor dem Spiel: Mitglied im Le Bas Breakfast-Club

Wir verschaffen uns erstmal eine ordentliche Tagesgrundlage und zwar im „Breakfast Club“ der Le Bas – Bar am Springerplatz in Bochum. Todschick oder „uuuuuh fancy“ ist die im Juli letzten Jahres eröffnete Bar im ehemaligen Café Treibsand.

Die Inneneinrichtung ist eine Mischung aus brutalistischen und filigranen Elementen, kombiniert mit 70er Jahre Design – mein Herz schlägt höher! Wir platzieren uns in einer Nische mit Blick ins Café und auf die Straße – und sind sehr begeistert!

Die Speisenauswahl im Breakfast-Club reicht von süß bis herzhaft und befriedigt mit internationalen Gerichten wie Shakschuka oder Umami Risotto und Paradise City (French Toast kombiniert mit Früchten) alle Frühstücksgeschmäcker. Es sieht nicht nur gut aus – es schmeckt auch fantastisch!

Darf ich vorstellen: Paradise City begleitet von Malcolm Eggs & Shakshuka

Eine schöne Mischung aus älterem und jungem Publikum und natürlich die ausgefallenen Post-Breakfast Drinks machen unseren Besuch „rund“. 😉 Wir nehmen uns vor, bei Gelegenheit abends nochmal wiederzukommen, um die Drink-Palette noch näher in Augenschein zu nehmen – vielleicht ja sogar im Rahmen eines Besuchs des Moltke-Marktes, der ab März wieder freitags auf dem Springerplatz stattfinden wird!

Getränke auf dem Tisch im Le Bas Café
Post-Breakfast-Drinks „Frühschoppen“-Style

Zum Kaffee-Double: Doppelt hält besser im Stüh33

Beseelt vom Charme der Bar machen wir uns auf den Weg zum nächsten Hotspot der Café-Szene, dem Café Stüh33 (mehr über dieses und weitere richtig tolle Cafés erfährst du in Katalinas Artikel). Das Café ist Teil der KoFabrik, einer ehemaligen „Eisenhütte“, die jetzt ein gemeinwohlorientierter Entwicklungsort für die Nachbarschaft geworden ist. Hier treffen sich Nachbarschaft, Projektemacher:innen und Unternehmen und möchten zum Wohle aller etwas bewegen.

Blick auf die Sonnenterrasse des Stüh33 Cafés
Einladendes Sonnendeck des Stüh33 in der KoFabrik

Im Sommer begeistert mich vor allem der Nachbarschaftsgarten mit seinen Hochbeeten, jetzt finden wir das Café – dessen Terrasse sehr schön von der Wintersonne beschienen wird – naturgemäß etwas attraktiver, weil: Hier gibt es richtig leckeren Cappuccino!

Zwei Tassen Cappuccino im Stüh33 Café
Hoch die Hände – Kaffeegetränke

Wir haben zwar schon beim Frühstück ordentlich Koffein getankt, aber die Energie muss ja schließlich für einen ganzen Fußballtag reichen.

Außerdem finden wir das gemischte Publikum fast ebenso toll, wie das Konzept des Cafés – und ein wenig stöbern kannst du auch, denn ein Teil des Angebots besteht aus einem Mini-Concept Store. Mega inspirierend und toll zu sehen, wie Innenstädte sich wandeln!

Von der Seitenlinie reingeflankt mitten ins Bermuda: Die Pinte, authentisch & fußball-ehrlich

Jetzt steht uns aber der Sinn nach was Kühlem und authentisch-fußball-ehrlichen Begegnungen, also ab zum betreuten Trinken in die Pinte. Bochums kleinste Kneipe, ein Urgestein mitten im Bermuda3eck und der Treffpunkt zum Vor-, Mitten- oder Nachglühen!

Die Pinte ist ein Muss, nicht nur am Spieltach! Foto: Dennis Stratmann

Ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich schon hier war, zu den unterschiedlichsten Uhr- und Jahreszeiten! Draußen stehen geht immer, genauso wie drinnen an der Theke oder an meinem Lieblingsplatz – der (Knobel)Ecke hinten rechts. Da die Sonne heute alles gibt, entscheiden wir uns für ein Draußen-Getränk und kommen auch direkt ins Gespräch – für mich fast ein Klassentreffen – um die wenigen Tickets für das heutige Topspiel, Tipps für den Weg zum Stadion und generell zu Bochum und dem Ruhrgebiet!

Klein, aber oho – anne Theke inne Pinte. Foto: Dennis Stratmann

Anpfiff: Der Weg ist das Ziel – Zwischenstopp im Zacher

Ein Kaltgetränk später, machen wir uns auf den Weg in Richtung Stadion, halten aber noch am „Zacher“ – denn hier wird Fußball geschaut! Ordnungsgemäß haben sich pünktlich zum Anstoß auch schon diverse Menschen versammelt (unverkennbar Fans!) und schauen den Bochumern am Bildschirm zu!

Auch das „Zacher“ ist ein Ort für jede Uhrzeit und obwohl man eigentlich sagt „auf einem Bein kann man nicht stehen“ wandert jetzt Alkoholfreies über die Theke für uns. Wir plaudern und fühlen uns wohl, aus den großen Fenstern blicken wir auf reges Treiben draußen auf der Straße. Definitiv ein Tipp für alle, die kein Ticket bekommen haben und einen Ort zum Fußballgucken suchen.

Kaffee-Anschlusstreffer: Cappu im Café Barbera

Weiter geht es für uns in Richtung Stadion, denn auch ohne Zutritt nähern wir uns der Spielstätte anne Castroper – zu Fuß. Durch die Fußgängerzone von Bochum und über den Boulevard, Schaufensterbummel inklusive. Selbstverständlich immer mit offenen Augen für einen weiteren Stopp auf dem Weg und was sollen wir sagen – da isser auch schon: Das Café Barbera in der Bleichstraße – perfekt gelegen auf dem Weg.

Und da wir nun schon mehrere Stunden ohne Koffein sind, freuen wir uns über den köstlichen Cappuccino (diverse Milchvariationen sind möglich). Inhaberin Susanne Barbera erzählt uns von der freundlichen To Go-Kundschaft, den Außensitzplätzen und dem Pfandbechersystem und ist insgesamt guter Dinge, dass es jetzt demnächst wieder richtig losgehen kann mit dem Gastronomie-Konzept!

Von hier aus ist es übrigens nur ein Katzensprung in den Bochumer Stadtpark oder zum Deutschen Bergbau-Museum – aber auch die Spielstätte des VfL Bochum, das Vonovia Ruhrstadion, liegt nur einen Steinwurf entfernt.

2. Halbzeit: Anne Castroper angekommen

Wir laufen koffeinbeschwingt die Castroper Straße hoch, passieren das ZEISS Planetarium und diverse Fankneipen, wie das Haus Frein – auch hier sind alle gut aufgehoben, die Fußball nicht ein paar Meter weiter im Stadion verfolgen können – und machen dann Halt am „Stadion-Grill“ auf dem Kirmesplatz in Hör- und Sichtweite des Stadions.

Das Vonovia Ruhrstadion in Bochum
Leider heute ohne uns, aber dafür hören wir von draußen, was drinnen los ist! Endstand 4:2 gegen die Bayern!

Hier hören wir dem Jubel über das 4:2 gegen die Bayern zu, genießen ein frisch Gezapftes und kommen ins Gespräch mit den Umstehenden. Die Pottoriginale waren zwar nicht dabei, aber was nicht ist, kann ja beim nächsten Besuch noch werden ;-).

Ruhrpottromantik pur & so passend der strahlende Himmelskörper neben dem ZEISS Planetarium

Finale – ohooo

Zu Fuß geht es zurück Richtung Bermuda3Eck. Quasi nach dem Stadion“besuch“ steht jetzt als Taktikwechsel ein Besuch bei „Le Kork“ an der Rotunde auf dem Spielplan.

Schild der Weinbar Le Kork an der Rotunde in Bochum
Die Korken knallen lassen ist hier Programm!

Das interessante Konzept reizt uns schon lange und als krönenden Abschluss eines Fußballtages gilt „Wein auf Bier, das rat ich Dir“.

Weinregal im Restaurant Weinbar Le Kork in Bochum
Offene Weine soweit das Auge reicht <3

Hier im „Le Kork“ kannst du per Guthabenkarte (kennt man aus dem Stadion) zahlen, Wunschbetrag aufladen und dann leertrinken, also quasi dein eigenes Tasting veranstalten. Das Prozedere ist einfach: Glas schnappen, Karte in den Schlitz stecken und den gewünschten Wein (einen von 84 offenen Weinen) auswählen.

Zapfhahn im Le Kork in Bochum
Take it easy – zapfen leicht gemacht!

Dann hast Du noch die Wahl zwischen Probierschluck (0,1 l), Glas (0,2 l) und wenn es Du den perfekten Tropfen für Dich rausgeschmeckt hast, kannst Du auch eine ganze Flasche kaufen. Das Tasting-Konzept finden wir mega! Um den Abend komplett zu machen, gibt es auch noch eine Speisenauswahl – dazu sind wir aber nicht mehr gekommen. Wir empfehlen Euch übrigens zu reservieren, denn die Wochenenden sind immer sehr gut besucht, erzählt uns Ludmilla, eine der Betreiberinnen.

Le Kork Weinbar mit Gästinnen und Wein im Hintergrund
Am Ende des Tages im Weinhimmel angekommen!

Wir gratulieren zum langen Atem seit der Gründung und finden, dass das Le Kork definitiv zum Wiederkommen einlädt. Ganz sicher ist es auch im Sommer eine sehr gute Idee, denn draußensitzen ist ja immer gut!

Unser Fazit: Ein Fußballtag muss nicht immer auch mit Stadionbesuch sein. Spieltagatmosphäre entsteht auch ohne und für die richtige Stimmung sorgen die passenden Kneipen, Cafés und natürlich Getränke. Auch abseits von kurz-lang und klassischer Fußballkneipe kann man am Spieltach in Bochum einiges erleben und dem Standard-Fußballtag noch das ein oder andere Sahnehäubchen aufsetzen!

Die GPX-Tour zum Download findet Ihr hier: Auf Fußballtrallafitti in Bochum_GPX

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Auf Fußball-Trallafitti in Bochum

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Die Läden

Le  Bas Bochum
Springerplatz 1
44793 Bochum
www.instagram.com/lebas.bar

Stüh33 Café
Stühmeyerstraße 33
44787 Bochum
www.cafe.stueh33.de
www.instagram.com/stueh33.cafe

Pinte Bochum
Kortumstraße 11
44787 Bochum
www.bermuda3eck.de/pinte

Zacher Bar/Café/Kneipe
Brüderstraße 6
44787 Bochum

Café Barbera
Bleichstraße 2a
44787 Bochum
www.caffebarbera.de/bochum
www.instagram.com/cafebarberabochum

Zum Stadion Grill 
Gersteinring 52
44791 Bochum
www.facebook.com/Zum-Stadion-Grill

Vonovia Ruhrstadion
Castroper Straße. 145
44791 Bochum
www.vfl-bochum.de
www.instagram.com/vflbochum1848.official

Le Kork Bar
Konrad-Adenauer-Platz 3
44787 Bochum
www.lekork.de
www.instagram.com/lekorkbar

2 Kommentare auf den Beitrag “Auf Fußball-Trallafitti in Bochum – Cafés, Bars & Kneipen

  1. Foxy Didi – das „vollständige“ Erlebnis ist natürlich das Tüpfelchen auf dem i, vor allem, wenn Stromausfall ist & die Stimmung trotzdem am Siedpunkt! Nächstes Mal dann …

  2. Liebe Heike, „Ein Fußballtag muss nicht immer auch mit Stadionbesuch sein.“ So ein Kokolores 😉
    Ansonsten schöner Artikel, der mal wieder bestätigt: „Das Beste an Herne ist die U-Bahn nach Bochum!“

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