von Ronja | 14. Januar 2021 | KATEGORIEN Erlebnis, Industriekultur | 0 Kommentare

Eigentlich wollte ich Euch hier und heute mit Tipps rund um Wellness, Cafés und kuschelige Hotels versorgen. Da das aktuell aber natürlich keinen Sinn macht, habe ich bei meinen KollegInnen rumgefragt, was sie denn aktuell so machen!? Was sind ihre Ruhrgebiets-Winter-Lieblingsplätze draußen, die man momentan auch noch besuchen kann? So ist eine tolle Liste mit sechs Lieblingsplätzen zusammen gekommen, die ich Euch hier wärmsten empfehlen kann!

#1 Ronja: See-Spaziergang am Fuße der Halde Rheinpreußen

In diesem Jahr habe ich, wie wahrscheinlich sehr viele Leute, viel Zeit mit Recherche für Wanderungen in der Umgebung verbracht. Dabei habe ich eine schöne Wanderung um den Waldsee am Fuße der Halde Rheinpreußen in Moers gefunden. Momentan ist das „Geleucht“, der Aussichtsturm auf der Halde zwar geschlossen, aber auch vom Haldentop aus habt Ihr einen eindrucksvollen Rundumblick. Also erstmal rauf und einmal den Ausblick genießen.

…und direkt wieder runter

Auf der anderen Seite geht es über Serpentinen direkt wieder runter und durch den Wald zum See. Ihr könnt diesen auch schon von oben sehen. Wir haben uns entschieden, den See rechts rum zu umrunden. Ich würde Euch empfehlen, direkt am Anfang der Wanderung, einen Abstecher auf die in den See reinstehende „Halbinsel“ zu machen. Es lohnt sich! Wie Ihr auf den Fotos seht, haben wir den Spaziergang im Herbst gemacht, für den Winter steht er aber auch definitv auf der Liste.

Dieser Spaziergang hat mich echt begeistert!

Aus vielen verschiedenen Gründen empfehle ich Euch diesen Spaziergang wärmsten. Wir haben circa 1,5 Stunden gebraucht, aber mit kleiner Kuchenpause und vielen Abstechern. Genau diese Abstecher auf kleinen Wegen waren es, die die Wanderung zu etwas besonderem machten. Wir kamen immer wieder an anderen Stellen am See aus, mal im Schilf, mal etwas erhöht, mal am Sandstrand und hatten somit immer wieder neue Ausblicke. Besonders schön ist der Blick auf das Geleucht vom gegenüberliegenden Ufer. Also als Tipp: Alle kleinen, auch mal unwegsamen Pfade mitnehmen und sich überraschen lassen, wo man denn so raus kommt!

#2 Katalina: Ein winterlicher Spaziergang zum Schlosspark Weitmar in Bochum

Mit dem Winter und mir ist es jedes Jahr das Gleiche: Im Sommer betone ich vehement, dass es die mit Abstand tollste Jahreszeit ist und ich überhaupt keinen Lust auf den dunklen Winter habe. Wenn die kalte Jahreszeit dann aber da ist, genieße ich sie in vollen Zügen – oder besser gesagt die Tage, an denen der Himmel strahlend blau ist, die Sonne scheint, die Luft richtig schön kalt ist und der Sonnenuntergang ein prächtiges Farbenspiel zaubert. Klar könnte es etwas länger hell sein aber hey, wir wollen doch schließlich auch mit unseren Serien weiter kommen und es uns auf der Couch gemütlich machen, oder? ?

Das Bild zeigt eine Bank an einem See vor tiefstehender Sonne
An kalten Wintertagen die letzten Sonnenstrahlen genießen… herrlich!

Aber zurück zu den „strahlenden“ Wintertagen. Bei Sonnenschein und eisiger Kälte finde ich nichts schöner als einen ausgiebigen Spaziergang – eigentlich in Verbindung mit Cappuccino und Kuchen in einem gemütlichen Café, aber dank Corona muss es den dann eben zuhause auf der Couch – oder To Go – geben.

Das Bild zeigt einen Wanderweg in einem Wald
Nicht ein Blatt an den Bäumen aber trotzdem schön… Ein Spaziergang durchs Bochumer Wiesental

Da ich in Bochum-Ehrenfeld wohne, spaziere ich von dort aus besonders gerne durch das schöne Wiesental, weiter durchs Dürertal bis zum Schlosspark Weitmar. Die Strecke (übrigens ein Teilstück meiner Wanderung mit Heike von Bochum nach Hattingen!) bietet viel Natur, führt Euch an dem ein oder anderen Schrebergarten vorbei und endet schließlich an einem meiner absoluten Lieblingsorte in Bochum – egal zu welcher Jahreszeit: Dem Schlosspark Weitmar.

Das Bild zeigt eine Frau von hinten bei einem Spaziergang
Frische Luft schnappen und die Wintersonne genießen

Der Schlosspark ist einfach immer wieder ein besonderer Ort für mich – egal ob als Pausenstopp während einer Radtour (z.B. über die Springorumrtrasse bis an die Ruhr und über den RuhrtalRadweg bis zum Kemnader See) oder eben als Ziel für einen Winterspaziergang. V.a. wenn die Sonne langsam untergeht und der Park in ein warmes Licht getaucht wird, herrscht hier eine besondere Atmosphäre.

Das Bild zeigt Bäume an einem See im Sonnenuntergang
Zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert: Der Schlosspark Weitmar in Bochum

Zu „Nicht-Corona-Zeiten“ würde ich definitiv einen Stopp im „Baristoteles“, der im Wasserschloss (einem ehemaligen Rittergut) beherbergt ist, einlegen und den besten Cappuccino der Stadt trinken… So geht es für mich aber über die Springorumtrasse zurück ins Ehrenfeld und mit Kaffee und Decke auf die Couch. Mehr über den Schlosspark Weitmar und die Kaffeerösterei (+ Café) Baristoteles erfahrt Ihr auch in meinem Blogartikel.

#3 Laura: Mein Lieblingsort im Winter: die Regattabahn in Duisburg

Jeder findet seinen persönlichen Ausgleich in etwas anderem – bei mir ist es das Joggen, und zwar alleine in der freien Natur. Was im Sommer im Wald wunderschön ist, wird spätestens mit der Uhrumstellung Ende Oktober ein Problem. Nach meinem Feierabend ist es stockdunkel und da ich weder aufs Laufband ausweichen – noch ganz verzichten möchte, ist die Regattabahn in Duisburg mein perfekter Ort im Winter.

Hier befindet sich eine beleuchtete 5 Kilometer-Strecke rund um die Regattabahn, die bei Spaziergängern, Gelegenheits-Joggern und ambitionierten Läufern sehr beliebt ist. So kommt es, dass man hier in den Abendstunden alles andere als alleine unterwegs ist (für die Fotos habe ich einen guten Moment abgepasst :)). Neben der gut umgesetzten Beleuchtung bietet die Strecke nämlich auch eine tolle Kulisse mit Blick auf das Wasser.

Das Bild zeigt eine Radfahrerin vor einem Kanal
Für die Bilder bin ich die Strecke bei Dämmerung mit dem Rad abgefahren

Dank dieser tollen Strecke muss ich auch in der dunklen Jahreszeit nicht auf Bewegung in den Abendstunden verzichten – diese Ausrede zählt also nicht mehr. 😉 Der Strom für die Beleuchtung wird übrigens über Spenden, Laternenpatenschaften und vor allem den jährlichen Bunerts Lichterlauf finanziert.

Das Bild zeigt einen Fluss mit Kanufahrer
Die Laufstrecke führt um die Regattabahn und liefert daher idyllische Ausblicke aufs Wasser (Kanusportler inklusive)

#4 Melissa: Ausblick genießen von der Hohensyburg in Dortmund

Vom Ruhrtal aus kann man sie schon erspähen: Die Hohensyburg in Dortmund ist eine echte Landmarke. Es ist einer meiner Lieblingsorte im Ruhrgebiet, den ich auch im Winter sehr gerne besuche. Mir gefällt, dass hier Geschichte, Natur und das moderne Ruhrgebiet aufeinander treffen und es super viel zu entdecken gibt. Und zum Glück habe ich dieses Mal einen perfekten Wintertag erwischt, denn die Luft ist klar, aber kalt ist und die Sonne scheint.

Das Bild zeigt einen See
Der Hengsteysee lädt zu einem erholsamen Spaziergang ein

Falls Ihr etwas länger Zeit habt, könnt Ihr auch am Hengsteysee starten und zur Burgruine hochwandern.

Burgen-Romantik kommt auf, wenn man durch die Ruinen der ehemaligen Burg streift, die breiten Burgmauern anschaut und sich vorstellt, wie es hier wohl vor mehreren hundert Jahren aussah.  Einige Meter weiter, erreicht Ihr das große Plateau, wo Ihr an eine ganz andere geschichtliche Epoche erinnert werdet: Hier ragt das Kaiser-Wilhem-Denkmal übergroß in den Himmel. Es wurde bereits 1902 eröffnet, in der 1930er Jahren aber nochmal grundlegend umgestaltet. An der Hohensyburg findet Ihr an verschiedenen Stellen Infotafeln, an denen Ihr mehr über die Historie des Ortes erfahrt.

Das Bild zeigt eine Frau im Sonnenuntergang
Bis zum Sonnenuntergang warten lohnt sich

Für mich hat es sich sehr gelohnt, bis zum Sonnenuntergang zu warten, der die ganze Kulisse in ein magisches Licht getaucht hat. Da im Winter die Sonne ja recht früh untergeht, müsst Ihr im Regelfall auch nicht allzu lange warten. 🙂

#5 Johanna: Eine Runde durchs Rumbachtal

Für mich gehört aktuell das Rumbachtal zu meinen Lieblingsplätzen im Winter. Das hat sicherlich damit zu tun, dass sich Spazieren und Joggen gehen in den letzten Monaten zu meinen TOP-Freizeitaktivitäten entwickelten haben. 😉

Anfang 2020 bin ich nach Mülheim Heimaterde gezogen und das Rumbachtal ist nur einen Steinwurf davon entfernt. Perfekt also für eine Feierabend-Spazierrunde oder eine morgendliche Jogging-Einheit.

Das Tal lässt sich über Waldwege, Trampelpfade und Wirtschaftswege erkunden und es gibt zahlreiche Abzweigungen, über die man seine Runde je nach Laune verlängern oder abkürzen kann.

Das Bild zeigt einen Weg in der Dämmerung
Bei Dämmerung ist es hier besonders schön

Gerade wenn an den Wochenenden auch mal etwas mehr los ist, finde ich es sehr angenehm „ausweichen“ zu können – also absolut Corona-konform. 🙂

Das Bild zeigt eine Wiese
Und wer ganz genau hinschaut kann ganz in der Ferne das „Zuhause“ von Luftschiff Theo erkennen

Drei meiner weiteren Spazierfavoriten findet Ihr übrigens auch in meinem Blogartikel „Meine vier liebsten Spazierwege im Ruhrgebiet„.

Unsere Lieblingsorte im Winter – Fazit

Ihr seht also, der Winter hat seinen ganz eigenen Reiz. Ich hoffe, Euch habe unsere Lieblingsplätze gefallen und vielleicht ist ja auch die ein oder andere Idee für Euch dabei! Habt Ihr auch Lieblingsplätze im Winter, die Ihr absolut empfehlen könnt? Dann kommentiert sie gerne unter den Artikel! 🙂 Ansonsten wünsche ich Euch viel Spaß beim „Nachwandern“ und frische Luft tanken.

Unsere Lieblingsorte im Winter

Halde Rheinpreussen
Gutenbergstraße
47443 Moers
Hier findet Ihr eine ähnliche Wanderung auf Komoot, aber wie gesagt, ich würde Euch empfehlen die kleine Halbinsel im See noch mitzunehmen.

Schlosspark Weitmar
mit Schlossruine und Sylvesterkapelle
Hattinger Straße
44795 Bochum

Regattabahn Duisburg
Kruppstraße 30A
47057 Duisburg

Ruine Hohensyburg
Hohensyburgstraße 202
44265 Dortmund

Naturschutzgebiet Langeloh
Castroper-Hellweg/Bochumer Straße
44805 Bochum-Gerthe

Rumbachtal
Verortung

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